Chart Pattern

autor
Konrad Speckmaier

Aktualisiert: 26.03.2026

Chart Pattern oder auch Chartformationen genannt sind sich immer wiederholende Muster im Chart, die aus mehreren Kerzen bestehen und uns im Markt eine gewisse Richtung vorgeben. Es gibt Muster, die zeigen eine Trendumkehr und einige, die zeigen eine Trendfortsetzung. Für mich sind diese im Trading wichtige Muster, die mir helfen, Chancen zu erkennen und diese dann auch zu nutzen.

Das richtige Erkennen von Chart Pattern benötigt Übung und auch Screentime am Anfang, aber es kann Dir im Trading sehr helfen bei der Umsetzung. Ich will Dir hier einmal die 12 besten Chart Pattern zeigen, die ich in meiner Tradinglaufbahn bis jetzt am meisten genutzt habe. Es gibt natürlich noch einige mehr, aber ich denke, das sollte für den Anfang reichen und diese solltest Du festigen.

1. Double Top & Double Bottom Pattern

Linkes Top: Der Kurs läuft schön in einem Aufwärtstrend nach oben und die Käufer werden schwächer und somit erreicht der Kurs sein Hoch. Dann geht es in einen Rücksetzer etwas nach unten.
Rechtes Top: Der Kurs erholt sich von dem Rücksetzer und läuft das vorherige Hoch erneut an und testet dieses.
Horizontale Linie: Die beiden Tiefs, die vor dem Erreichen der Tops entstanden sind, können mit einer horizontalen Linie verbunden werden und stellen einen Trigger dar.
Wichtig: Wichtig wäre es hier, dass der Aufwärtstrend im Vorhinein gut zu erkennen ist und auch lange angehalten hat. Das Double Top deutet darauf hin, dass der Aufwärtstrend endet und es zu einer Trendwende kommen kann. Das Double Bottom hingegen deutet darauf hin, dass ein Abwärtstrend enden kann und sich ein Aufwärtstrend bilden könnte.

Double Top Short Traden

Signal: Ein Bruch unter die horizontale Linie (Nackenlinie) und das in Verbindung mit starken Verkäufern, also roten Kerzen.

Bestätigung: Sollte das Ganze noch in Verbindung mit einem Candlestick-Muster auftreten, wäre das eine gute Chance. Oftmals kommt es noch zu einem Retest an die Horizontale Linie.

Stop-Loss: Je nachdem, wie die Kerzen sind, bietet sich ein Stop Loss über dem Double Top an. Sollte dieser weiter weg liegen und nicht zum Management passen, kann der SL zwischen Top und der horizontalen Linie gelegt werden.

Take-Profit: Der Punkte-Abstand zwischen dem Top und der Nackenlinie kann als Ziel genommen werden. Ich suche mir dann noch am liebsten markante Zonen und Linien als mögliches Ziel.

Double Bottom Long Traden

Signal: Die Käufer werden stärker und es wird der Widerstand (horizontale Linie) nach oben durchbrochen.

Bestätigung: Auch hier, ähnlich wie beim Double Top, sollten hier Candlestick Pattern auftreten, kann das Ganze eine gute Chance darstellen.

Stop-Loss: Je nachdem, wie stark die Käufer in dem Markt sind und somit auch wie stark das Signal ist, setze ich meinen Stop Loss unterschiedlich. Die eine Möglichkeit wäre unter das Tief, also das Bottom, die zweite Möglichkeit wäre dann zwischen horizontaler Linie und dem Bottom. Meist unter die erste oder zweite grüne Kerze.

Take-Profit: Auch hier nehme ich den Abstand vom Tief zur horizontalen Linie und suche dann auf der Oberseite nach interessanten Marken, die hier in der Nähe liegen könnten.

2. SKS Chart Pattern (Schulter-Kopf-Schulter)

Diese SKS besteht aus:

Linke Schulter: Die Käufer im Markt sind stärker und der Kurs steigt weiter nach oben, es kommt dann zu schwindender Kaufkraft und einem Rücksetzer.
Kopf: Nach diesem Rücksetzer (Pullback) kommt es wieder zu neuer Kaufkraft und dem Markt gelingt es, neue Hochs zu erreichen und danach fällt der Markt wieder.
Nackenlinie (horizontale Linie): Der Kurs fällt wieder auf den Punkt des vorherigen Rücksetzers. Dieses Tief dient dann als Unterstützung und Du kannst Dir eine Linie einzeichnen.
Rechte Schulter: An der Nackenlinie kommt Stärke in den Markt und dieser steigt wieder, oftmals auch auf ein ähnliches Niveau wie das Hoch der linken Schulter. Und danach fällt der Kurs wieder und das dann auch unter die Nackenlinie.
Wichtig: Es gibt hier zwei Arten von SKS. Die normale ist dazu da, einen Trendwechsel von Aufwärtstrend zum Abwärtstrend anzuzeigen und einzuleiten. Bei der inversen SKS ist das genau umgekehrt der Fall. Hier wird das Ende eines Abwärtstrends und der Start eines Aufwärtstrends angezeigt.

SKS Short Traden

Signal: Der Kurs durchbricht die Nackenlinie deutlich nach unten und es treten am besten mehrere Verkaufskerzen hintereinander auf.

Bestätigung: Der Zeitrahmen des vorherigen Aufwärtstrends ist doppelt so lang wie der Abstand zwischen den Schultern und es sollte einen Volumenanstieg geben.

Stop-Loss: Der SL gehört eigentlich immer über die rechte Schulter, auch hier mit 2–3 Punkten als Puffer über dem Hoch. Sollte das Volumen nicht so hoch sein oder auch der Druck nach unten, setze ich den SL auch etwas näher und zwar über die Nackenlinie.

Take Profit: Das Ganze versuche ich meist aus dem Chart „zu arbeiten“. Hier nehme ich oftmals den Abstand zwischen Nackenlinie und dem Kopf und versuche, dieses Ziel an Punkten dann auf der Unterseite zu erreichen. Sollte in der Nähe noch markante Zonen sein, passe ich diese meist auf diese an.

Inverse SKS Long Traden

Signal: Auch hier warte ich den Bruch der Nackenlinie ab, nur warte ich hier, dass starke Käufer in den Markt kommen und dieser steigt und nicht wie oben fällt.

Bestätigung: Der Abwärtstrend sollte zuvor gut ausgeprägt gewesen sein und das Wichtige hier ist auch, dass das Volumen ansteigt.

Stop-Loss: Das Gleiche wie bei der normalen SKS. Der Stop-Loss (SL) gehört unterhalb der rechten Schulter und solltest Du Dir über die Stärke des Signals nicht ganz sicher sein, dann unter die Nackenlinie.

Take-Profit: Auch hier wieder wie oben, der Abstand zwischen Nackenlinie und dem Kopf, in diesem Fall dann der tiefste Punkt. Das Ganze versuche ich dann auch nach oben zu projizieren und liegen interessante Zonen oder Marken da, dann nehme ich diese als Ziel.

3. Dreieck fallend & steigend Chart Pattern

Die Trading Dreiecke sind sehr häufig Bestätigungen für den vorherigen Trend.

Preisbewegung: Dreiecke entstehen dadurch, dass die Kursbewegungen für einen Zeitraum im Chart kleiner werden. Das Wichtige hierbei ist, dass sich weder die Käufer- noch die Verkäuferseite durchsetzen kann und dadurch eine Konsolidierung im Markt auftritt.
Wichtig: Durch die kleiner werdenden Bewegungen kommen der Widerstand und die Unterstützung immer näher zusammen. Und je nachdem, welche Seite auf einmal an Stärke gewinnt, in diese Richtung bricht der Markt dann aus und steigt oder fällt.
Long/Short: Oftmals lassen sich gute Signale für Dreiecke aus steigenden oder auch fallenden Dreiecken ableiten. Das steigende Dreieck für Long-Signale und das fallende für Short-Signale. Es kann jedoch auch sein, dass die Dreiecke als symmetrische Chart Pattern auftreten.
Trendbestätigung: Steigende Dreiecke bestätigen den Aufwärtstrend und fallende Dreiecke den Abwärtstrend. Bei dem symmetrischen Dreieck ist das jedoch nicht so einfach, dieses kann sowohl nach oben als auch unten ausbrechen.

Steigendes Dreieck Long Traden

Signal: Vor dem steigenden Dreieck herrscht ein Aufwärtstrend und der Kurs bricht stark über die Widerstandszone. Spricht dann für eine Trendfortsetzung.

Wichtig: Der Ausbruch hat 60 % der Strecke zwischen der Basis und der Spitze, ausgehend von dem Widerstand zurückgelegt, das Volumen ist angestiegen und die Kerzen sind weiterhin bullisch. Dann wäre es eine Bestätigung.

Stop Loss: Ich setze den Stop Loss hier gerne etwas unterhalb vom Dreieck. Eine weitere Möglichkeit ist es, den SL unter dem Tief innerhalb der Formation zu platzieren.

Take Profit: Ich nehme hier die Strecke von der Basis zur Spitze und diese spiegele ich dann nach oben am Widerstand und somit ergibt sich mein Ziel.

Fallendes Dreieck Short Traden

Signal: Der Kurs bricht unter die Unterstützung und es ist ein Abwärtstrend davor zu erkennen.

Wichtig: Der Durchbruch hat 60 % der Höhe von der Basis zur Spitze erreicht, das Volumen steigt und die Kerzen sind bärisch.

Stop-Loss: Das mache ich hier wie beim steigenden Dreieck, nur umgekehrt. Das letzte Hoch ist eine Möglichkeit für den SL sowie auch oberhalb am Ende der Formation.

Take Profit: Das Ganze ist auch gleich, hier nehme ich die Höhe ausgehend von der Unterstützung und projiziere das dann nach unten, um so meinen TP zu setzen.

4. Bullen- und Bärenflagge als Chart Pattern

Flaggen sind in meinen Augen recht gut, um einen bestehenden Trend zu bestätigen. Oftmals ist es so, nach einem starken Aufwärtstrend kommt es zu einer kleinen Konsolidierung und danach zeigen die Bullen erneut starke Kaufkraft.

Starker Anstieg: Alles beginnt mit dem sogenannten Fahnenmast. Das ist ein extrem steiler und schneller Kursanstieg, bei dem richtig viel Kraft im Markt ist.
Konsolidierung: Da der Kurs natürlich nicht ewig am Stück steigen kann, braucht der Markt eine kurze Verschnaufpause. Diese Konsolidierung verläuft bei einer Bullenflagge dann in einem kleinen Kanal leicht schräg nach unten. Das ist unsere eigentliche Fahne.
Trendbestätigung: Eine Bullenflagge bestätigt uns immer einen Aufwärtstrend und eine Bärenflagge den Abwärtstrend. Dass der Markt nach dieser Pause komplett in die entgegengesetzte Richtung ausbricht, ist hier ziemlich untypisch.
Sicherheit: Je klarer der Winkel zwischen dem ersten steilen Anstieg und der kleinen Pause ist (ideal sind fast 90 Grad), desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Trend stabil weiterläuft. Wenn das Ganze zu flach oder unsauber wird, verliert das Muster deutlich an Sicherheit.
Mein Tipp: Achte bei der Konsolidierung darauf, wie tief der Kurs zurückfällt. Der Rücksetzer sollte maximal das 50 % Fibonacci Retracement Level der ersten starken Bewegung erreichen. Richtig stark ist die Flagge, wenn der Markt schon bei 38,2 % wieder nach oben dreht und den Trend fortsetzt.

Bullenflagge Long Traden

Signal: Ein Einstiegssignal entsteht, wenn der Kurs deutlich über die leicht abfallende Range (Fahne) bricht und nach oben durchläuft.

Bestätigung: Ein Ausbruch wird durch einen Volumenanstieg am Durchbruchspunkt in Kombination mit bullischen Kerzenformationen bestätigt. Zudem sollte der Winkel zwischen Mast und Fahne nur eine geringe Abweichung vom rechten Winkel (90°) haben und das Ausbruchslevel idealerweise auf einem wichtigen Fibonacci-Niveau liegen.

Stop-Loss: Meinen SL lege ich am meisten knapp unter das letzte markante Tief der Flagge. Hier achte ich auch immer auf markante Level und lege den SL auch mal 2–3 Punkte weiter weg, um dem Trade „mehr Luft“ zu geben.

Take-Profit: Um meinen TP zu definieren, messe ich einfach die Distanz zwischen dem Tief und dem Hoch der Flagge und nehme diesen Punkteabstand dann ausgehend vom Durchbruchslevel als Ziel. Das Ganze kannst Du auch mit Hilfe der Fibonacci-Levels machen. Du nimmst die Fibonacci-Levels vor dem Flaggenmuster und diese können als Erweiterungslevels nach oben projiziert werden, um somit ein Ziel zu definieren.

Bärenflagge Short Traden

Signal: Ein Einstiegssignal entsteht, wenn der Marktpreis die Unterstützung der etablierten Range (Fahne) deutlich unterschreitet und nach unten durchläuft.

Bestätigung: Ein Ausbruch wird durch einen Volumenanstieg am Durchbruchspunkt in Kombination mit starken bärischen Kerzenformationen bestätigt.

Stop-Loss: Meinen SL lege ich meist knapp über das letzte markante Hoch der Flagge. Auch hier achte ich immer auf markante Level und lege den SL gerne mal 2–3 Punkte weiter weg, um dem Trade einfach „mehr Luft“ zu geben.

Take Profit: Hier mache ich es wieder wie bei dem vorherigen Pattern, nur umgekehrt. Ich nehme die Höhe zwischen dem ersten Tiefpunkt und dem letzten Hochpunkt in der Range bis zum letzten Hochpunkt der Flagge und spiegele das vom Durchbruch an nach unten.

5. Keile (Wedges)

Das Keil (Wedges) Pattern zeigt eine Konsolidierung, die danach zu einem Ausbruch führt und den vorherigen Trend weiter fortsetzt.

Trend vor dem Pattern: Genau wie bei einer Flagge muss auch vor dem Keil ein starker und ganz klar erkennbarer Trend vorgeherrscht haben. Das ist unser Fundament für dieses Setup.
Konsolidierung (Keil): Nach diesem ersten Push braucht der Markt eine Pause und konsolidiert in einer leicht schräg abfallenden Range. Die oberen und unteren Begrenzungslinien verlaufen nicht parallel, sondern laufen langsam spitz aufeinander zu und formen so diesen typischen Keil.
Bestätigung: Wenn der Kurs dann markant in Richtung des ursprünglichen Trends aus dieser Range ausbricht, haben wir unsere Bestätigung, dass die übergeordnete Bewegung weitergeht.
Sicherheit: Aus meiner Erfahrung heraus ist das Muster (zum Beispiel bei einem bullischen Keil) am stärksten und sichersten, wenn der Winkel zwischen dem ersten Aufwärtstrend und der oberen Begrenzungslinie möglichst wenig von einem rechten Winkel abweicht. Je flacher das Ganze wird, desto unsicherer wird oft auch das Setup.
Mein Tipp: Achte darauf, wie der erste Pullback ausfällt, dieser sollte nicht zu stark ausfallen im Gegensatz zum vorherigen Trend. Hier kann das Retracement-Level wieder als Hilfestellung dienen.
Unterschied zur Flagge: Bei einer klassischen Flagge verlaufen die Begrenzungslinien im Idealfall parallel zueinander und das Muster ist meist recht kurzfristig. Ein Keil hingegen läuft eben spitz zu und nimmt sich für seine Konsolidierungsphase oftmals deutlich mehr Zeit.

Falling Wedge Long Traden

Signal: Ein klares Einstiegssignal entsteht, wenn der vorherige starke Aufwärtstrend beim Ausbruch über die obere, abfallende Begrenzungslinie nach oben bestätigt wird.

Bestätigung: Genau wie bei den Flaggen sollte das Volumen beim Durchbruch ansteigen. Wenn dann noch direkt mehrere lange grüne Kerzen hintereinander auftreten, ist das eine Bestätigung.

Stop-Loss: Meinen SL lege ich klassisch knapp unter den letzten markanten Tiefpunkt innerhalb des Keils. Da der Keil am Ende aber oft extrem spitz zuläuft und dieses Tief dann sehr nah am Einstiegspunkt liegen kann, wähle ich hier manchmal bewusst eine etwas größere Entfernung nach unten.

Take-Profit: Um Deinen TP zu definieren, hast Du hier zwei gute Möglichkeiten. Entweder bestimmst Du Dein Ziel ganz konservativ anhand der reinen Höhe des Keils an seiner breitesten Stelle und trägst das nach oben ab. Oder Du nimmst die komplette Höhe des vorherigen starken Aufwärtstrends (den Mast) und projizierst diese Strecke ab dem Durchbruchspunkt nach oben.

Rising Wedge Short Traden

Signal: Ein klares Einstiegssignal entsteht, wenn der Kurs die untere Begrenzungslinie deutlich unterschreitet und nach unten durchbricht. Wenn dabei direkt lange rote Kerzen auftreten, spricht das für ein Signal.

Bestätigung: Es sollten weiterhin bärische Kerzen auftreten und das Handelsvolumen sollte ansteigen. Außerdem sollte der übergeordnete Abwärtstrend im Vorfeld wirklich konsistent gewesen sein. Merk Dir hier, je kürzer diese Konsolidierung im Keil ausfällt, desto wahrscheinlicher ist die direkte Fortsetzung des Abwärtstrends.

Stop-Loss: Zur Absicherung lege ich meinen SL ganz klassisch etwas oberhalb des letzten markanten Hochs direkt innerhalb des Keils.

Take-Profit: Um Deinen TP zu finden, kannst Du das Kursziel ganz ähnlich wie bei einer bärischen Flagge definieren. Du misst einfach die Höhe des Keils an seiner breitesten Stelle und trägst exakt diese Distanz, ausgehend vom Ausbruchspunkt, nach unten ab, um Dein realistisches Zielgebiet zu markieren.

6. Cup and Handle Chart Pattern

Ein Cup and Handle ist ein bullisches Fortsetzungsmuster, das auf dem Chart aussieht wie eine Teetasse in der Seitenansicht. Der Kurs bildet nach einem vorherigen Aufwärtstrend einen runden, U-förmigen Boden (die Tasse), konsolidiert danach noch einmal leicht abwärtsgerichtet (der Henkel), bevor er die Widerstandszone nach oben durchbricht und den Aufwärtstrend fortsetzt.

Fortsetzungsmuster: Wenn das Cup and Handle Pattern nach einem stabilen Aufwärtstrend auftritt, ist eine Fortsetzung des Trends wahrscheinlicher. Wenn jedoch die Bodenbildung besonders stark ausgeprägt ist, kann es den Trend allerdings auch umkehren.
Abwärtstrend nach Aufwärtstrend: Zunächst beginnt der Kurs nach dem Aufwärtstrend stärker zu sinken, jedoch nimmt das Momentum dann nach und nach ab.
Form des Cups: Die Bodenformation (Cup) sollte abgerundet sein, woraus sich ein aufbauendes Momentum und damit eine zunehmende Trendstärke für einen Aufwärtstrend ableiten lässt. Hier findet quasi eine weitere Korrektur statt, nachdem die Bären versucht haben, den Markt umzukehren.
Henkel (Handle): Beim Cup and Handle kommt es zu einer kurzfristigen Korrektur, nachdem der Preis auf das letzte Hoch oder ein Stück darüber gestiegen ist. Diese Korrektur sieht oftmals wie eine schräg nach unten verlaufende Konsolidierung aus und sollte deutlich weniger Zeit in Anspruch nehmen als der Cup.

Cup and Handle Long Traden

Signal: Ein Long-Signal entsteht, wenn der Kurs nach der Bildung des Henkels mit hohem Momentum über den oberen Widerstand ausbricht. Häufig beobachte ich dabei, je tiefer und ausgedehnter die Bodenbildung der Tasse davor war, desto stärker ist das Signal. Auch hier ist ein deutlicher Volumenanstieg beim Ausbruch die absolute Regel.

Bestätigung: Gerade bei diesen runden, etwas längeren Formationen brauchst Du aber zwingend eine Bestätigung, um nicht in eine Falle zu tappen. Achte hier unbedingt auf ein ansteigendes Volumen beim Durchbruch aus dem Henkel.

Stop-Loss: Deinen SL kannst Du hier komplett unter das tiefste Level des Henkels legen, um auf der sicheren Seite zu sein, jedoch hast Du hier ein größeres Risiko. Ich würde mir den SL jedoch unter die schräg verlaufende Konsolidierung unter dem Henkel legen.

Take-Profit: Auch hier ist die Höhe der Formation entscheidend. Ein mögliches Kursziel kann zum Beispiel der größte Abstand zwischen der Bodenbildung und dem Widerstand sein. Dieser sollte dann nach oben am Widerstand gespiegelt werden.

 Inverse Cup and Handle Short Traden

Signal: Ein Short-Signal entsteht, wenn der Kurs nach der Bildung des umgedrehten Henkels mit hohem Momentum unter die untere Unterstützung bricht. Auch hier ist ein deutlicher Volumenanstieg beim Ausbruch die absolute Regel.

Bestätigung: Gerade bei diesen runden, etwas längeren Formationen brauchst Du aber zwingend eine Bestätigung, um nicht in eine Falle zu tappen. Achte hier unbedingt auf ein ansteigendes Volumen beim Durchbruch aus dem umgedrehten Henkel nach unten.

Stop-Loss: Deinen SL kannst Du hier komplett über das höchste Level des Henkels legen, jedoch hast Du hier ein größeres Risiko. Ich würde mir den SL jedoch knapp über die schräg verlaufende Konsolidierung über dem Henkel legen.

Take-Profit: Auch hier ist die Höhe der Formation entscheidend. Ein mögliches Kursziel kann zum Beispiel der größte Abstand zwischen der Kuppelbildung (dem höchsten Punkt) und der Unterstützung sein. Dieser sollte dann nach unten an der Unterstützung gespiegelt werden.

Diese Chart Pattern liefern mir die besten Signale

Das Wichtigste hier ist, wie auch bei anderen Sachen im Trading, es gibt nicht das „perfekte“ Chartmuster mit Gewinn-Garantie. Es werden jedoch unterschiedliche Muster in unterschiedlichen Situationen wichtig und können uns somit helfen.

Einige Chart Pattern sind vor allem in einem Bullenmarkt ausgeprägt und helfen uns, in diesem gute Signale und Trades zu finden. Andere wiederum sind für den Bärenmarkt geeignet und unterstützen uns Trader hier.

Es ist aber auch immer wichtig, den Gesamtmarkt zu beobachten und auch zu beobachten, wie sich die einzelnen Candlesticks verhalten, da diese immer eine Aussage treffen über stärkere Käufer oder Verkäufer. Aber hier hast Du einmal meine Chart Pattern, die sich in meinem Trading bewährt haben und die ich am häufigsten nutze.

Traden mit Chart Pattern

Solltest Du ein Chart Pattern im Markt sehen, würde ich nie sofort in den Markt einsteigen. Hier sollte sich immer erst ein Überblick verschafft werden, wie der Preisverlauf war und wie sich die aktuellen Kerzen verhalten. Das heißt, Kontext ist hier sehr, sehr wichtig. Und um dafür ein Gefühl zu bekommen, heißt es wie bei so vielen Sachen „Learning by Doing“, das braucht Zeit und wirklich Übung.

Vorteile Trading Indikatoren

Können Trendwenden anzeigen

Sie funktionieren in allen Märkten

Definieren systematische Setups für den Ein- und Ausstieg

Du brauchst nur den Chart und ein paar weitere Candelstick Pattern

Nachteile Trading Indikatoren

Zwei Trader können unterschiedliche Sachen interpretieren

Können auch Fehlsignale liefern

FAQ – Trading Chart Pattern

Was ist Pattern Trading?

Pattern Trading beschreibt eine Trading-Methode, bei der Trader gezielt Chartmuster im Kursverlauf nutzen, um mögliche zukünftige Bewegungen im Markt zu erkennen.

Dabei werden wiederkehrende Formationen wie Dreiecke, Flaggen oder Umkehrmuster analysiert, um Hinweise auf Trendfortsetzungen oder Trendwechsel zu erhalten.

Funktionieren Chart Pattern in jedem Timeframe?

Chart Pattern können grundsätzlich in jedem Zeitrahmen auftreten, vom Minutenchart bis hin zum Tages- oder Wochenchart.

Welchen Chart sollte man zum Traden verwenden?

Der Kerzenchart, auch Candlestick-Chart genannt, wird von den meisten Tradern bevorzugt. Er zeigt wichtige Informationen wie Eröffnung, Hoch, Tief und Schlusskurs innerhalb einer bestimmten Zeitperiode.

Dadurch lassen sich Marktbewegungen, Trends und Chartmuster deutlich besser erkennen als in einfacheren Chartarten wie dem Linienchart.

Was ist ein Trading Chart?

Ein Trading Chart ist eine visuelle Darstellung der Kursentwicklung eines Marktes über einen bestimmten Zeitraum.

Trader nutzen Charts, um Preisbewegungen zu analysieren, Trends zu erkennen und Entscheidungen für Ein- und Ausstiege im Markt zu treffen.

Konrad Speckmaier
Konrad Speckmaier
Trading-Experte und Co-Founder von Marathoni
Konrad handelt täglich an der Börse und setzt sich intensiv mit diesem Thema auseinander. Sein Fokus liegt auf dem kurzfristigen Handel, bei dem er eine sehr einfache Strategie verfolgt.
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