Trading Strategien
Konrad Speckmaier
Aktualisiert: 11.05.2026
Es gibt viele verschiedene Trading-Strategien und die für mich einfachsten Strategien sind das Zonen- und auch das Gap-Trading. Weitere sehr gute Strategien sind die Trendfolge-Trades, der Bruch von Trendlinien und auch Carry Trades. Das sind alles sehr simple und auch einfache Strategien, welche mich schon lange in meinem Trading begleiten.
Ich will Dir hier einmal die Strategien vorstellen und Dir zeigen, was diese machen, wie diese funktionieren und auch wie Du diese für Dich in Deinem Trading umsetzen kannst. Das Wichtige hierbei ist: Wenn Du das Ganze einmal verstanden hast, kannst Du das Ganze mit einem festen Regelwerk immer wiederholen.
1.Zonen Trading
Mit Zonen lassen sich im Chart markante Marken herausarbeiten, das sind oftmals Verlaufshochs und Tiefs. Läuft der Markt dann an meine eingezeichnete Zone heran und zeigt eine Reaktion, ist das für mich ein Einstiegssignal. Ist die Zone an Hochs, also eine Widerstandszone, ist das für mich eher eine Short-Chance. An einer Unterstützung ergibt sich dann eine Long-Chance.
Hier achte ich vor allem darauf, ob es Lunten bzw. Kaufkraft an einer Unterstützungszone gibt. Was hier auch noch eine zusätzliche Hilfe sein kann, sind Kerzenformationen. Hier mal ein Beispiel für eine Long-Position an einer Unterstützung.

Wichtig: Zonen lassen sich oftmals durch markante Hochs, wie das Hoch des Vortages oder auch das Tief des Vortages, einzeichnen. Das Gleiche kann der Fall mit einem GAP sein und auch bei gewissen runden Marken wie beispielsweise der 25.000.
2.Trendfolge Trading
Ein Aufwärtstrend entsteht mit steigenden Hochs und auch steigenden Tiefs und ein Abwärtstrend mit fallenden Tiefs und fallenden Hochs. Hier versuche ich dann nach einem Rücksetzer wenn der Kurs wieder steigt einzusteigen. Eine Hilfe könne hier die EMA’s geben. Sollte der Kurs stark nach oben laufen, anschließend einen Rücksetzer an die EMA’s machen gehe ich hier Long.

Gut zu wissen: Die Strategie funktioniert für Short und Long- Positionen. Diese nutze ich, wenn ich versuche im Daytrading eine Position länger zu halten.
3.GAP Trading
Ein GAP entsteht, wenn der Markt an einem anderen Preisbereich öffnet, als er am Vortag geschlossen hat. Hier versuche ich dann oftmals, den Weg zum GAP zu handeln oder auch, wenn das GAP geschlossen ist, eine mögliche Gegenbewegung mitzunehmen. Gaps werden oft am gleichen Tag noch geschlossen.

Wichtig: Gaps, also Kurslücken, entstehen meist nur in Indizes und in Aktien. Bei Aktien sind die Quartalszahlen und der nächste Tag der Eröffnung oftmals von großen Kurslücken betroffen. Allgemein gilt: Je kleiner das Gap, desto wahrscheinlicher ist es, dass dieses wieder geschlossen wird.
4.Trendlinien Trading
Trendlinien sind Linien im Chart, die mindestens zwei markante Punkte im Chart verbinden. Diese nutze ich dann für Long- und auch für die Short-Seite. Einmal wenn diese angelaufen werden, dienen diese für mich als eine Unterstützung und auch Widerstand. Je nachdem, handle ich dann einen Bruch der Trendlinie oder auch eine Bestätigung.

Unbedingt beachten: Wichtig ist es, auf den Gesamtmarkt zu achten und auf ein sinnvolles Risikomanagement. Diese können auch in einem Aufwärtstrend zusätzlich zu den EMA’s genutzt werden.
5.Carry Trading
Beim Carry Trading profitiert man von den langfristigen Zinsunterschieden zwischen zwei Währungen. Es ist eigentlich recht simpel, man leiht sich Geld, auf das man sehr wenig Zinsen zahlt und legt dieses Geld woanders an, wo es höhere Zinsen gibt. Durch die niedrigen Zinsen in Japan entstehen solche Trades oftmals mit dem Yen.

Gut zu wissen: Der „Klassiker“ ist der AUD/JPY, dieser bietet die beste Balance zwischen Rendite und Stabilität. Ein weiteres Paar ist der USD/JPY, welcher ein sehr liquides Paar ist.
6.Monatsultimo
Die meisten Sparpläne werden um den Monatswechsel ausgeführt, da viele ihr Gehalt dort bekommen und dann investieren. Dadurch wird viel Geld in die Märkte wie ETF’s gespült. Somit sorgt das Ganze fünf Tage vor dem Monatsende bis fünf Tage nach Monatsanfang für steigende Kurse und mit einer Trefferquote von 65 % kann sich das sehen lassen.

Wichtig: Hier kannst Du nur Long handeln und einen klassischen Stop-Loss wie sonst gibt es hier nicht. Somit solltest Du eine sehr kleine Positionsgröße benutzen.
Die eigene Trading Strategie
Eine Trading Strategie kopieren?
Da ist die Antwort ein Jein. Um erst einmal auf das Ja einzugehen: Ja, Du kannst Dir eine Trading Strategie kopieren und diese umsetzen und auch handeln. Auch ich schaue mir immer mal wieder andere Trading Strategien an, um auch einen Einblick in andere Marktakteure und deren Blick auf den Markt zu bekommen. Und zum anderen kann ich auch hier immer wieder kleine Anpassungen an meinem Handeln vornehmen, was es mir ermöglicht, immer besser zu werden.
Und jetzt einmal zu dem Nein. Du kannst das Ganze kopieren, jedoch musst Du für Dich die eigenen Risikoparameter anpassen, da nicht alle Trader gleich sind und jeder eine andere Psychologie besitzt. Das heißt, ich bringe Dir meine Strategie so bei, dass Du diese umsetzen kannst und das Fundament verstanden hast, Du jedoch noch kleine Anpassungen für Dich vornehmen musst.
Der typische und häufigste Punkt ist die Positionsgröße. Hast Du ein kleineres Konto oder fühlst Du Dich mit kleineren Positionen wohler, musst Du das für Dich herausfinden und dementsprechend anpassen. Das Grundgerüst mit der Strategie hast Du jedoch schon gelernt und kannst somit profitabel sein.
Was passt zu mir?
Hier wird es spannend und hier hast Du eine Aufgabe. Du musst Dich erstmal fragen: Was für ein Typ bin ich? Bin ich risikoaffin oder eher risikoavers? Fühlst Du Dich mit den kurzfristigen schnellen Bewegungen im Markt wohl oder magst Du eher größere Zeiteinheiten? Magst Du eher kurze Trades oder bist Du lieber länger im Markt? Wie groß ist Deine Stresstoleranz?
Trifft der Punkt auf Dich zu, dass Du gerne kurz im Markt bist und das Risiko nicht scheust, könnte das Scalping für Dich geeignet sein. Hier werden die Trades meist in dem 1- bis 5-Minuten-Chart umgesetzt. Bist Du jedoch das Gegenteil, dann könnte das Swing Trading gut für Dich geeignet sein, hier bist Du oftmals 1–4 Wochen in einem Trade.
Ich rate Dir: Am Anfang befasse Dich mit den Themen und teste das Ganze auch einmal in einem Demo-Konto. Du kannst Dir für den Anfang auch 1–2 Indikatoren zur Hilfe nehmen, zum Beispiel die EMA’s, um einen Trend besser zu erkennen. Im späteren Verlauf, mit genug Bildschirmzeit, wirst Du vielleicht auch Trades anhand der Price-Action an einer Zone eröffnen. Das dauert aber in der Regel etwas länger, aber Übung macht den Meister!
Vorteile Trading Indikatoren
Weniger Emotionen durch klare Regeln
Kontrolliertes Risiko durch feste Stop-Loss-Vorgaben
Wiederholbare Gewinne durch einen statistischen Vorteil
Bessere Fehleranalyse durch messbare Ergebnisse
Nachteile Trading Indikatoren
Marktphasen ändern sich, dadurch muss sich schnell angepasst werden
Gefahr von „Overengineering“ durch zu starke „Verbesserungen“
FAQ – Trading Strategie
Braucht man eine eigene Trading Strategie?
Ja, eine klare Trading Strategie ist wichtig, um strukturiert und diszipliniert handeln zu können. Es gibt feste Ein- und Ausstiegspunkte sowie ein festes Risikomanagement.
Wie viel Startkapital benötigt man für das Trading?
Die Anforderungen an das erforderliche Startkapital variieren. Die benötigte Summe hängt von den persönlichen Zielen sowie von den gehandelten Märkten und Strategien ab.
Braucht man ein Trading Tagebuch?
Ein Trading Tagebuch gehört für viele erfolgreiche Trader zu den wichtigsten Werkzeugen. Dort werden Trades, Einstiege, Fehler und Gedanken dokumentiert.
Wie findet man eine passende Trading Strategie?
Eine passende Trading Strategie sollte immer zum eigenen Charakter, Zeitaufwand und Risikoprofil passen. Nicht jede Strategie funktioniert für jeden Trader gleich gut.
Manche Trader bevorzugen schnelles Daytrading, andere fühlen sich mit Swing Trading oder längerfristigen Setups wohler. Wichtig ist, verschiedene Ansätze zu testen und sich auf eine klare und einfache Strategie zu fokussieren.