Aktien Trading

autor
Konrad Speckmaier

Aktualisiert: 15.05.2026

Das Aktien-Trading ist das kurzfristige Kaufen und auch wieder Verkaufen von Aktien. Die Haltedauer ist hier meist nur ein paar Stunden bis Tage. Wie auch im Daytrading nutzt man hier meistens die technische Analyse, um von den Bewegungen im Markt zu profitieren.

Oftmals ist es so, dass ein Großteil der Menschen ihr Geld verliert, da gewisse Grundlagen nicht vorhanden sind. Sollte man das richtig lernen, ist es möglich, sich ein Nebeneinkommen oder auch allgemein ein Einkommen aufzubauen. Das Fundament ist hier jedoch das Wichtigste.

1. Was ist Aktien Trading?

Aktien-Trading ist das aktive Handeln, bei dem in kurzen Zeitabständen Wertpapiere gekauft und auch wieder verkauft werden. Das Ziel hierbei ist es, von den Preisschwankungen der Aktien bzw. Wertpapiere zu profitieren. Hierbei kann es auch öfter zum Einsatz von Hebelprodukten wie CFDs kommen. Wichtig ist hier, dass Du einen guten Broker hast, bei dem Du Deine Trades platzieren und umsetzen kannst und zusätzlich eine gute Plattform für Deine Analysen.

Du wirst oft den Begriff Daytrader hören, hierunter fallen kurzfristige Händler. Doch wichtig ist, Du kannst damit nicht nur gewinnen, sondern auch Geld verlieren. Aus diesem Grund ist eine Strategie sehr wichtig. An der Börse siehst Du dann die aktuellen Preise der Aktien und über diese kannst Du Deine Aktien auch erwerben. Das Wichtige auch hier: Versuche zuerst mit einem Demokonto risikofrei zu üben.

Sehr wichtig:

Handle immer mit einem Stop-Loss. Dieser schützt Dein Kapital und legt ein Verlustlimit fest. Damit kannst Du Dein Risikomanagement steuern. Das ist wichtig, denn keiner gewinnt zu 100 %.

2. Aktien Trading lernen

Um das Trading mit Aktien zu lernen, hast Du sehr viele Möglichkeiten und Du kannst das kostenlos im Internet lernen. Du kannst Dir sehr viele Videos auf YouTube anschauen und hast die Möglichkeit, mit E-Books oder auch Websites die Basis zu lernen. Und das wäre auch das, was ich Dir empfehlen würde. Suche Dir erst einmal kostenlose Möglichkeiten und versuche, Dir so viel es geht kostenlos beizubringen und zu lernen, bevor Du über ein Coaching nachdenkst.

Und das Wichtigste, was Du auch in vielen anderen Ratgebern von mir liest, teste alle Deine Ideen und Strategien ausgiebig mit einem Demokonto, dann hast Du die Chance, risikofrei Erfahrungen zu sammeln. Denn am Ende ist es im Trading so, Du kannst Dir so viel Wissen aneignen, wie Du willst, wenn Du es nicht umsetzen kannst, dann hilft es Dir nicht. Somit gilt hier ganz klar, Learning by Doing. Und genau dieses Doing in einem Demokonto ist eine wirkliche Hilfe.

Gut zu wissen:

Du hast die Möglichkeit, auf meiner Website alles kostenlos zu lernen. Auch auf meinem YouTube-Kanal biete ich Dir viele Videos, in denen Du das lernen kannst. Ich zeige Dir das auch in der Praxis.

3. Traden lernen Basics

Du hast an der Börse die Möglichkeit, auf Long (steigende) und auf Short (fallende) Kurse zu setzen. Kaufst Du eine Aktie, also gehst Long, setzt Du darauf, dass die Aktie steigt und Du sie nach dem Anstieg mit einem Profit wieder verkaufst. Beim Short-Trading setzt Du auf fallende Kurse. Am Anfang ist es oftmals einfacher für die Psyche, sich auf eine Seite zu konzentrieren. Short-Trading ist oftmals etwas ungewohnt und auch vom System anders, da Du erst eine Aktie verkaufst und diese später wieder zurückkaufst.

Wichtig für Dich:

Egal in welche Richtung Du handelst, setze immer einen Stop-Loss. Beim Long-Trading ist Dein Verlust ohne Stop-Loss maximal auf Deinen Kapitaleinsatz begrenzt. Bei einem Short-Trade kann der Verlust theoretisch unbegrenzt sein, da ein Markt unbegrenzt steigen kann. Mit dem Stop-Loss begrenzt Du dieses Risiko.

4. Die verschiedenen Trading Stile

Die Tradingstile unterscheiden sich in der jeweiligen Haltedauer. Hier spricht man von Scalptrading, Daytrading und auch Swingtrading. Beim Scalptrading bist Du oftmals nur wenige Minuten in einem Wertpapier. Das Daytrading beschreibt das Kaufen und Verkaufen innerhalb von wenigen Stunden, während das Swingtrading einige Tage als Horizont hat. Das Swingtrading ist vor allem für den Anfang sehr gut, da Du nicht immer vor dem Rechner sitzen musst, um Deine Position zu managen oder auch Einstiege zu suchen.

Gut zu wissen:

Nutzt Du zum Beispiel eine Trendstrategie, wird diese im Swingtrading-Ansatz funktionieren und auch auf kürzeren Zeiteinheiten. Der größte Unterschied ist, dass Du die Position im Swingtrading länger hältst und dadurch weniger Signale und auch weniger Fehlsignale bekommst.

5. Risiken beim Aktien Trading

Verlustrisiko: Setzt Du keinen Stop-Loss beim Trading, kann es Dir im schlimmsten Fall passieren, dass Du Dein gesamtes Kapital verlierst. Bei Brokern in der EU kommst Du hier nicht in eine Nachschusspflicht, darauf solltest Du auch achten.
Stress: Ein Klick und eine Position ist eröffnet, das lässt Trading leicht aussehen, es ist jedoch sehr harte Arbeit. Bei Verlusten kommt es sehr schnell zu starker emotionaler Belastung.
Hebel Trading: Bei Produkten wie CFD’s, Zertifikaten oder Ähnlichem hast Du einen Hebel, der Deine Gewinne multipliziert, jedoch auch Deine Verluste.
Gebühren: Die Gebühren sind wichtig, achte immer darauf, dass diese so niedrig sind, wie es nur geht. Sollten diese sehr hoch sein, können die Gebühren Deine Gewinne auffressen.

6. Analyse im Aktien Trading

Es gibt zwei verschiedene Analysemethoden im Aktien Trading und eine von beiden hast Du sicher schon mal gehört, die fundamentale Analyse und die technische Analyse. In der fundamentalen Analyse geht es um Unternehmensdaten wie Gewinne, Umsätze, EBIT, KGV etc. In der technischen Analyse lassen wir das außen vor und es geht um die Chartanalyse, bei der Du anhand von Preisbewegungen herausfinden kannst, wohin die Aktie laufen könnte. Es geht hier rein um Wahrscheinlichkeiten.

Als aktiver Trader ist der Blick auf die technische Analyse gerichtet und für das langfristige Investieren typischerweise auf die fundamentale Analyse. Auch ich nutze für das kurzfristige Traden die technische Analyse. Hier versuche ich dann anhand von Strukturen im Chart und anhand von Trends von Bewegungen zu profitieren.

Beachte:

Wichtig ist es, die Grundstrukturen im Chart zu kennen. Um Trends zu erkennen, bieten sich gleitende Durchschnitte wie der SMA an.

7. Aktien Trading Broker

Ein Broker ist die Software und die Schnittstelle zur Börse, über die Du Deine Aktien kaufen und auch verkaufen kannst. Du kannst Dir das so vorstellen, Du gibst eine Order ab, zum Beispiel „Kaufe mir 5 Nvidia Aktien“ und der Broker leitet diese Anfrage dann an die Börse weiter. Die Order wird dann umgesetzt und Du erhältst die 5 Aktien zu dem Kurswert in Deinem Depot und kannst diese dort dann einsehen. Und das Ganze dauert oftmals nur einige wenige Millisekunden bis zu einer Sekunde.

Als Beispiel wäre XTB, diese haben ein sehr breites Angebot an Aktien und Trading-Möglichkeiten. Das Demokonto bietet sehr gute Möglichkeiten, alles ausgiebig zu testen und die Oberfläche ist auch sehr intuitiv.

8. Finanzinstrumente

Du kannst nicht nur „echte“ Aktien handeln, sondern hast auch die Möglichkeit, per Derivate an der Börse zu handeln. Das sind oftmals Instrumente, die einen Hebel besitzen und Aktien nachbilden. Ein sehr beliebtes und auch bekanntes Instrument sind CFD’s. Das heißt, willst Du von steigenden Kursen profitieren, kannst Du das, ohne die Aktie wirklich zu besitzen. Der Hebeleffekt entsteht darin, dass Du nicht die vollen 180 € zahlen musst, sondern nur 30 € als Sicherheit.

Durch den Hebel ist das ein sehr risikoreiches Instrument, was einiges an Erfahrung, Übung und auch Wissen erfordert. Neben den genannten Instrumenten gibt es auch noch ETF’s, diese sind viele „zusammengefasste“ Aktien. Hierbei kaufst Du Anteile von 100 verschiedenen Unternehmen. Das Ganze bewegt sich jedoch sehr langsam.

Beachte:

Wichtig ist, es ist egal, was Du nutzt, es gibt neben der Gewinnwahrscheinlichkeit auch eine Verlustwahrscheinlichkeit. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, einen Stop-Loss zu setzen. Dieser begrenzt das Risiko. Am besten übe erst einmal in einem kostenfreien Demokonto.

9. Kosten im Trading

Software Kosten: Als Anfänger benötigst Du keine Programme, die Geld kosten, es ist alles kostenlos verfügbar. Als fortgeschrittener Händler gibt es die Möglichkeit, für Level-2-Daten und Weiteres im Monat zu bezahlen.
Inaktivitätsgebühren: Solltest Du lange nicht mehr Traden, gibt es einige Broker, die eine Gebühr für Dein dort „gelagertes“ Geld verlangen.
Ordergebühren / Kommissionen: Das ist eine Gebühr für die Ausführung der Order. Damit verdienen die Broker ihr Geld.
Spread: Das ist die Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufskurs einer Aktie. Am Spread verdienen die Börsenplätze.
Erweiterungen und Tools: Es gibt einige Softwares, die noch „Add-ons“ anbieten. Das sind zum Beispiel Tools, die automatisch den SL setzen und vieles Weitere.
Kontoführungsgebühren: Das steht ganz unten, denn das sollten Broker nicht anbieten.

10. Aktien Trading Strategie

Als Beispiel für eine Strategie nehmen wir die Trendfolge-Strategie. Befindet sich der Kurs in einem Aufwärtstrend, ist die Wahrscheinlichkeit der Fortsetzung höher als die eines Bruchs. Als Erstes wird der Trend analysiert, dann auf einen Rücksetzer in eine Zone abgewartet. Erfolgt der Rücksetzer, kann eine Position mit einem Stop-Loss eröffnet werden. Und das Ganze kannst Du auf allen Zeiteinheiten und somit auch für die verschiedensten Trading-Stile nutzen.

Wichtig:

Wie ich Dir oben schon geschrieben habe, kannst Du gleitende Durchschnitte nutzen, um den Trend besser zu erkennen oder auch Einstiegssignale zu bekommen.

Steuern im Aktien Trading

Im CFD-Trading werden Gewinne in Deutschland grundsätzlich mit der Abgeltungssteuer, dem Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls der Kirchensteuer besteuert. Die Abgeltungssteuer liegt bei 25 %, darauf kommt der Solidaritätszuschlag. Insgesamt liegt die Steuerbelastung ohne Kirchensteuer ungefähr bei 26,38 %. Du hast in Deutschland einen Steuerfreibetrag von 1.000 € pro Jahr. Das heißt für Dich, erst ab Gewinnen über diesem Betrag wird Steuer fällig.

Je nach Broker kann die Steuer automatisch abgeführt werden oder Du musst Gewinne selbst in Deiner Steuererklärung angeben. Dafür erhältst Du in der Regel eine Steuerübersicht vom Broker. Trotzdem empfehle ich Dir, zusätzlich ein Tradingtagebuch zu führen, in dem Du Deine Trades dokumentierst und analysierst.

Vorteile Aktien Trading

Direkte Beteiligung am Erfolg realer Unternehmen

Passives Einkommen durch regelmäßige Dividendenzahlungen

Lässt sich flexibel an deinen Alltag anpassen

Unkomplizierter Handel möglich

Nachteile Aktien Trading

Erfordert hohe emotionale Kontrolle

Du brauchst viel Zeit und Erfahrung

Totalverlust bei Insolvenz des Unternehmens möglich

FAQ – Aktien Trading lernen

Was bedeutet Aktien Trading?

Aktien Trading bedeutet, Aktien gezielt zu kaufen und zu verkaufen, um von Kursbewegungen zu profitieren. Dabei geht es meist nicht darum, eine Aktie über viele Jahre zu halten, sondern kurzfristigere Marktchancen zu nutzen.

Worin liegt der Unterschied zwischen Trading und Investieren?

Beim Trading steht die kurzfristige Kursbewegung im Vordergrund. Positionen werden oft nur für Stunden, Tage oder wenige Wochen gehalten.

Beim Investieren liegt der Fokus dagegen auf dem langfristigen Vermögensaufbau. Anleger halten Aktien meist über Jahre und achten stärker auf Unternehmenszahlen, Geschäftsmodelle und langfristiges Wachstum.

Wie startet man mit dem Aktien Trading?

Der Einstieg beginnt mit den Grundlagen des Aktienmarktes. Dazu gehören Börsenzeiten, Orderarten, Chartanalyse, Positionsgrößen und Risikomanagement. Am Anfang sollte ein Demokonto genutzt werden um Erfahrungen zu sammeln.

Welche Fehler machen viele Anfänger beim Aktien Trading?

Viele Anfänger handeln ohne klaren Plan, setzen zu große Positionen ein oder steigen aus Emotionen in den Markt ein. Dadurch entstehen oft unnötige Verluste.

Wie kann eine einfache Aktienstrategie aussehen?

Eine einfache Aktienstrategie kann zum Beispiel auf Trendfolge basieren. Dabei sucht der Trader nach Aktien, die sich in einem klaren Aufwärts- oder Abwärtstrend befinden.

Konrad Speckmaier
Konrad Speckmaier
Trading-Experte und Co-Founder von Marathoni
Konrad handelt täglich an der Börse und setzt sich intensiv mit diesem Thema auseinander. Sein Fokus liegt auf dem kurzfristigen Handel, bei dem er eine sehr einfache Strategie verfolgt.
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