Forex Trading lernen

Forex Trading lernen

autor
Konrad Speckmaier

Aktualisiert: 04.06.2026

Der Forexmarkt ist der liquideste und größte Markt mit einem durchschnittlichen täglichen Handelsvolumen von 6,6 Billionen US-Dollar. Dadurch entstehen in diesem Markt immer starke Bewegungen und es lohnt sich, hier einen Blick darauf zu werfen.

1. Was ist Forex Trading?

Der Forexmarkt ist der Markt für Währungen und wird im Deutschen auch Devisenmarkt genannt. Was Du auch öfter hören könntest, wäre FX-Markt. Hier werden die Wechselkurse aller Devisen der Welt bestimmt. Somit kannst Du hier alle Währungen der Welt handeln und das Ganze 24 Stunden und 7 Tage.

Wichtig:

Beim Forex Trading kannst Du auf fallende und auch steigende Kurse setzen. Wichtig hier ist, durch die starke Liquidität kommt es zu starken Bewegungen und es sollte immer ein Stop-Loss benutzt werden.

2. Wie funktioniert Forex Trading?

Das Ganze funktioniert wie auch beim Handeln mit Aktien oder anderen Assets, Du kaufst oder verkaufst für Preis X. Der Kurs wird hier durch den Wechselkurs bestimmt, das heißt, dieser gibt an, wie viel Du benötigst, um mit einer Währung die andere zu kaufen. Schauen wir auf den USD/YEN, hier zeigt der Markt an, wie viele Yen Du benötigst, um einen Dollar zu kaufen. Wenn Du eine Währung kaufst, gehst Du immer davon aus, dass diese im Wert gegenüber der anderen steigt.

Unbedingt beachten:

 Es gibt ein gewisses Grundverständnis für die Forexkurse, welches Du im Bild oben siehst. Das ist wichtig, da viele Faktoren den Kurs und die Märkte beeinflussen.

3. Forex Fachbegriffe

Major: Das sind die Hauptwährungspaare, die beliebtesten und somit auch die meistgehandelten.
Minors: Das sind Währungspaare, die seltener gehandelt werden und damit auch nicht so ein großes Volumen umfassen.
Exotics: Das sind Währungen, die ebenfalls seltener gehandelt werden und auch aus kleineren Volkswirtschaften stammen.
Spread: Das ist die Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufskurs.
Broker: Um zu handeln, brauchst Du einen Broker, der Dir den Handel ermöglicht. Wichtig sind kleine Spreads und ein regulierter Broker.
Basiswährung: Das ist die Währung, die Du kaufst. Die Kurswährung ist die Währung, die Du verkaufst.
Hebel: Damit benötigst Du weniger Kapital, um mehr Gewinne machen zu können. Doch das Ganze zählt auch für Deine Verluste.
Margin: Das ist der Betrag, den Du beim Handeln mit Hebel hinterlegen musst.
Pip: Das ist die kleinstmögliche Kursveränderung im Forexhandel. Es handelt sich um die 4. Nachkommastelle.
Lot: Das ist die Einstellung Deiner Positionsgröße, wobei ein Standard-Lot 100.000 Einheiten einer Währung umfasst.
Slippage: Das ist, wenn Dein Trade nicht zu dem von Dir gewünschten Preis ausgeführt wird. Das kommt oftmals bei starken Bewegungen vor.
Haltekosten: Das sind Gebühren, die beim Halten einer Position über Nacht anfallen.

4. Deine Schritte zum Forex Handel

Wissen sammeln
Starte und lese Dir die wichtigsten Grundlagen zum Traden durch. Du findest das Ganze kostenlos auf YouTube oder auch meiner Website.

Broker auswählen
Um Forex handeln zu können, benötigst Du einen Broker. Such Dir hier einen, der geringe Gebühren und Spreads hat. Wichtig ist noch, dass dieser in der EU reguliert ist und ein kostenloses Demokonto anbietet.
Üben, üben, üben
Fange an, mit einem Demokonto zu üben. Wichtig ist hier wirklich, dass Du in einem Demokonto anfängst und nicht sofort mit dem Echtgeldhandel. Lass Dir hier Zeit und überstürze nichts, das dauert alles. Ich würde mindestens 6–12 Monate im Demo verbringen.
Eigene Strategie
Das ist natürlich auch schon in Punkt 3 enthalten, dass Du Deine eigene Strategie entwickelst. Du entwickelst diese nur über die Zeit etwas weiter und wichtig ist, dass Du alle Deine Trades in ein Tradingtagebuch packst.

5. Strategien für Forex Trading

Im Trading allgemein, also auch im Forex Trading, achte ich gerne auf Trends sowie Unterstützungs- und Widerstandszonen. Eine Fortsetzung eines Trends ist immer wahrscheinlicher als der Bruch. Erkenne ich also einen Aufwärtstrend, so versuche ich diesen zu handeln. Hierzu warte ich dann auf einen Rücksetzer und beobachte den Markt in der Zone bzw. in dem Preisbereich, in dem ich den Markt sehen will. Bei einer Reaktion steige ich dann ein und setze einen Stop-Loss unter die Tiefs.

Unbedingt beachten:

Der Stop-Loss gehört zu jedem Trade hinzu und Du solltest nicht auf diesen verzichten. Er schützt Dein Kapital.

6. Chartanalyse im Forex Trading

Die technische Analyse und somit die Chartanalyse nutzt die Preisbewegungen der Vergangenheit, um dadurch Wahrscheinlichkeiten abzuwägen, wie der Kurs in Zukunft laufen könnte. Hier kann auf Trends, Zonen, Trendlinien, Kerzenmuster und Chartformationen geachtet werden. Ein ebenso hilfreicher Punkt sind Indikatoren. Wichtig bei diesen ist, Du solltest Deinen Chart nicht überladen.

Ich versuche es immer so simpel wie möglich zu halten und habe oftmals nur Zonen und auch Trendlinien in meinem Chart. An diesen Zonen warte ich dann auf verschiedene Kerzenformationen, um in meine Trades einzusteigen.

7. Risikomanagement im Forex Trading

Beim Trading allgemein sollte sich viel um Risikomanagement drehen und so auch im Forex Trading. Dazu solltest Du einen Stop-Loss setzen, um Deine Verluste zu begrenzen und maximal 0,5 bis 1 % pro Trade riskieren. Dann hast Du noch einen Take-Profit. Mit diesem legst Du oberhalb Deines Kaufkurses den Kurs im Markt fest, an dem Du mit einem Gewinn aus dem Markt gehen willst.

Das Ganze spielt dann auf ein CRV (Chance-Risiko-Verhältnis) an, das im besten Fall bei mehr als 1 sein sollte. Das bedeutet, für den Euro, den Du verlierst, gewinnst Du mehr als einen Euro. Es spielt hier noch mehr hinein, aber für den Anfang peile mal ein 2:1 an.

Wichtig:

In dem Bild siehst Du einen sinnvollen Stop-Loss unter der Zone und meinen Take-Profit an den Hochs, aufgrund des CRV. Dieser kann jedoch auch weiter oben liegen, da ich von einer Trendfortsetzung ausgehe.

8. Kosten und Gebühren

Spread: Wie oben erklärt, ist das die Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufspreis. In der Regel fällt der Spread unterschiedlich aus, je nach gehandeltem Währungspaar. Der Spread sollte jedoch bei den ganz großen Paaren sehr gering sein.
Kommissionen: Wird auf einen zusätzlichen Spread verzichtet, können auch Kommissionen für das Eröffnen und Schließen einer Position anfallen. Das ist somit eine Gebühr für den Kauf und Verkauf. Ein Kommissionskonto kann sich durch den geringeren Spread durchaus lohnen.
Finanzierungsgebühr: Auch unter dem Namen Swap bekannt, fällt diese beim Handel mit einem Hebel an. Hältst Du eine Position über Nacht, muss diese finanziert werden und dadurch fallen dann Kosten an.

9. Fehler im Forex Trading

Handelszeiten: Der Markt ist zwar immer geöffnet, hat aber nicht rund um die Uhr die gleiche Liquidität und somit auch Volatilität. Es ist immer sinnvoll, im Zeitfenster der regulären Handelszeiten zu handeln.
Risiko: Ein gutes Risikomanagement gehört zu jedem Trade. Im Forex-Bereich bist Du mit einem Hebel unterwegs und aus diesem Grund kann der Verlust noch größer ausfallen und es sollte immer ein Stop-Loss gesetzt werden.
Broker: Achte hier immer auf geringe Spreads, da diese ein riesiger Kostenfaktor im Trading sind. Idealerweise sollte der Spread bei rund 0,0 Pips beginnen.
Emotionen: Stress oder Druck sind für Dein Trading oftmals die Ursache für größere Verluste. Man beginnt mit impulsivem Trading und trifft keine klaren rationalen Entscheidungen.
Keine Strategie: Du brauchst eine Strategie im Trading und sehr wichtig ist, dass Du diese auch diszipliniert einhältst! Nur wenn Du das machst, kannst Du auch nachweislich profitabel sein.
Geduld: Das ist etwas, das wir alle lernen müssen. Geduld ist im Trading das A und O. Wir müssen immer warten, bis der Markt uns ein Setup gibt und nichts überhasten.
Overtrading: Im Trading ist der Gedanke „viel hilft viel“ leider ganz falsch. Es wird oftmals das Gegenteil von dem eigentlichen Ziel erreicht. Weniger und dafür eine hohe Qualität sind hier gefragt.

Vorteile Forex Trading

Ermöglicht Trading rund um die Uhr

Bietet extrem hohe Liquidität im Markt

Erfordert nur sehr geringe Handelskosten (Spreads)

Funktioniert in steigenden und fallenden Märkten

Bietet direkten Zugang zu globalen Währungen

Bietet hohes Gewinnpotential (aber auch Verlustpotential)

Nachteile Forex Trading

Reagiert sensibel auf politische News

Birgt höheres Verlustrisiko durch hohe Hebel

Emotionale Kontrolle ist extrem wichtig

Erfahrung mit technischer Analyse notwendig

FAQ – Forex Trading lernen

Was ist der Forex Markt?

Der Forex Markt ist der weltweite Markt für Währungen. Dort werden Währungspaare wie EUR/USD, GBP/USD oder USD/JPY gehandelt.

Wo kann ich Währungen handeln?

Währungen kannst Du über Online-Broker oder spezielle Forex-Broker handeln. Dort stehen verschiedene Währungspaare zur Verfügung, die Du je nach Broker kaufen oder verkaufen kannst.

Welche Währung ist die Leitwährung?

Die wichtigste Leitwährung im weltweiten Finanzsystem ist der US-Dollar. Viele internationale Geschäfte, Rohstoffe und Finanzmärkte werden in US-Dollar bewertet oder gehandelt.

Benötige ich ein großes Startkapital für Forex Trading?

Nein, für den Einstieg in das Forex Trading brauchst Du nicht zwingend ein großes Startkapital. Viele Broker ermöglichen den Handel bereits mit kleineren Beträgen oder bieten ein kostenloses Demokonto an. Was ich dir auch immer Empfehlen würde. Starte in einem Demokonto

Konrad Speckmaier
Konrad Speckmaier
Trading-Experte und Co-Founder von Marathoni
Konrad handelt täglich an der Börse und setzt sich intensiv mit diesem Thema auseinander. Sein Fokus liegt auf dem kurzfristigen Handel, bei dem er eine sehr einfache Strategie verfolgt.
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