CFD Spread

autor
Konrad Speckmaier

Aktualisiert: 08.07.2026

Der Spread ist der Begriff für die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Wichtig zu merken ist, je kleiner der Spread, desto schneller bist Du auf Break-even und auch im Gewinn. Das ist ein wichtiger Punkt im CFD Trading. Du zahlst beim Kauf eines CFD´s immer etwas mehr, als Du beim Verkauf bekommen würdest. Mehr zu dem Ganzen findest Du hier in diesem Beitrag.

CFD Spread: Das ist der klassische Bid-Ask-Spread, somit wie oben angesprochen die Differenz zwischen dem Kauf- und dem Verkaufskurs.
Variabler Spread: Ist oftmals abhängig von der Volatilität, steigt diese, dann ist der Spread auch oftmals höher.
Fixer Spread: Dieser Spread ist immer fix, egal wie sich der Markt oder auch die Volatilität entwickelt.

Was versteht man unter einem CFD?

Ein CFD (Contract for Difference) ist ein derivatives Finanzprodukt, mit dem Du auf Assets spekulieren kannst, ohne diese in echt zu besitzen. Du handelst einen Vertrag, welcher außerbörslich geschlossen wurde und über die Kursdifferenz zwischen dem Ankaufs- und Verkaufskurs läuft. Du kannst beim Handel mit CFD´s auf fallende (Short) und steigende (Long) Kurse setzen. Das heißt, kaufst Du einen DAX-CFD, dann steigt der Wert Deiner Position, wenn der DAX steigt. Du schließt also eine Art Wette auf die Differenz des Kurses zwischen Deinem Kaufzeitpunkt und dem Verkaufszeitpunkt ab, mehr ist es nicht.

Unbedingt beachten:

Das Risiko sollte immer im Auge behalten werden. Es gibt die Möglichkeit auf Gewinne, jedoch auch immer auf Verluste.

Was ist der CFD Spread?

Der Spread ist der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufspreis. Wie Du oben schon gelesen hast, gibt es unterschiedliche Spreads und diese hängen auch immer von den Kursschwankungen und auch von dem jeweiligen Broker ab. Denn dieser darf noch einen Aufschlag erheben und verdient dann anhand des Aufschlags.

Übrigens:

Einen Spread hast Du nicht nur bei CFD´s, sondern auch bei anderen Assets wie Aktien, Währungen, Aktienindizes und weiteren Finanzinstrumenten. Die Einheit zur Wertbemessung wird als Pip bezeichnet. (Pips in der Mehrzahl)

Ein Beispiel aus dem Forex Trading

Im Forex Trading ist ein Pip die 4. Nachkommastelle. Werfen wir einen Blick auf den EUR/USD, eines der beliebtesten Handelspaare. Dieser hat beispielsweise einen Kaufkurs von 1,0113 und einen Verkaufskurs von 1,0112. Somit ist der Spread 1 Pip groß.

Hier einmal ein Beispiel, damit Du siehst, wie sich das Ganze auf den Gewinn auswirken kann.

Wir haben im EUR/USD einen Spread von 0,6 Pips (sprich, es unterscheidet sich sogar erst die 5. Nachkommastelle), wobei wir eine Long-Position bei 1,1210 eröffnen. In dem Moment, wo wir die Position eröffnen, sind wir erst mal 0,6 Pips im „Verlust“. Der Verkaufskurs liegt nämlich bei 1,12094. Erst wenn dieser Verkaufskurs eine 1,1220 anzeigt, beende ich meinen Trade im Take-Profit.

Um 10 Pips Gewinn zu machen, müssen dann in Wirklichkeit 10,6 Pips erreicht werden. Denn von den 10 Pips Gewinn sind dann an meinem Take Profit nur 9,4 Pips übrig, da ich ja einmal den Spread gezahlt habe.

Beispiel aus dem DAX

Im DAX Trading ist ein Pip die Punktzahl des DAX. Bewegt sich dieser nun von 25.000 Punkten auf 25.005 Punkte, dann sind dies 5 Pips. Gehe ich also beispielsweise in einem DAX-CFD Long zu 20.105 und der Verkaufskurs ist in dem Moment 20.103, so habe ich 2 Pips Spread.

Beispiel aus dem Aktien Trading

Beim Aktien Trading ist der Spread die Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufskurs. Der Begriff Pip wird bei den Aktien nicht genutzt. Aus diesem Grund machen wir das auch nicht.

Wie kannst Du den Broker-Spread sehen?

Der Spread ist ein sehr wichtiger Punkt bei der Auswahl Deines Brokers und hat auf Dauer einen Einfluss auf Dein Trading. Jedoch ist dieser auch für den Broker wichtig. Dieser entscheidet, wie viel Geld Du pro Trade an den Broker zahlst bzw. wie viel Geld an Dir je Trade verdient wird. Dafür zahlst Du als CFD-Trader keine Ordergebühren beim Handeln. Somit wird das Geld für die Ordergebühren, das dem Broker fehlt, über die Spreads „erhoben“.

Auswirkungen auf den Broker

Der Broker verdient am CFD Spread. Wie viel der Broker verdient, hängt von der Höhe des Spreads ab. Diesen Spread legt der Broker selbst fest. Der Spread hängt zwar zum Teil auch vom Markt und den Kursen ab, der Broker hat jedoch immer die Möglichkeit, den Spread weiter zu erhöhen bzw. auszuweiten. Damit verdienen die Broker Geld und beeinflussen die Höhe.

Wie wirkt sich das auf den CFD Trader aus?

Für Dich als Trader kann der Spread eine kostspielige Angelegenheit sein. Wichtig ist hier, dass Du die verschiedenen Broker und ihre Konditionen vergleichst. Den Spread hast Du bei jedem einzelnen Trade und dieser macht sich immer bemerkbar. Das merkst Du beispielsweise daran, dass Du direkt nach Eröffnung einer Position im Minus bist. Das Minus ist auf den Spread zurückzuführen.

Hier noch ein kleines Beispiel: Du handelst eine kleine Position im DAX. Pro Punktänderung kannst Du mit der gewählten Positionsgröße 1 Euro gewinnen oder 1 Euro verlieren. Eröffnest Du eine Position mit einem Spread von 1 Punkt, dann bedeutet das, dass Du direkt nach der Eröffnung 1 Euro im Minus bist.

Welche CFD Spreads gibt es? – 3 Arten

Variable CFD Spreads

Hier variieren die Spreads, daher auch der Name. Anfangs scheinen diese niedriger als die fixen/festen Spreads. Jedoch können sich diese Spreads bei starken Bewegungen ausdehnen und damit für das kurzfristige Handeln sehr „teuer“ werden.

Variable CFD Spreads mit Kommissionen

In diesem Zusammenhang bedeutet das Wort Kommission Gebühr. Variable Spreads können auch bei starken Schwankungen niedrig ausfallen, wenn der Broker auf anderem Weg seinen Gewinn erzielen kann. Das bedeutet für Dich als Trader: Für jeden Trade zahlst Du eine Kommission an den Broker.

Feste CFD Spreads

Feste Spreads bleiben konstant und ändern sich nicht. Selbst in einem stark volatilen Markt mit ständig schwankenden Preisen bleiben diese Spreads unverändert. Feste Spreads sind meist höher als variable Spreads, aber geben eine gewisse „Planungssicherheit“.

Was ist ein hoher Spread?

DAX Trading: Mehr als 1,2 Pips ist hoch.
Nasdaq Trading: Mehr als 1 Pip.
EUR/USD: Mehr als 1 Pip.
Aktien Trading: Es kommt immer auf den Kurs der Aktien an, aber alles ab 0,50 € würde ich sagen.

Insiderwissen:

Ein hoher Spread wird oft als Indikator für eine Illiquidität des Produkts angesehen, wenn auch möglicherweise nur eine kurzfristige. Das kann also hohe Verluste für Dich bedeuten. Aus diesem Grund raten wir kategorisch von Spreads ab, die über 1,5 Pips liegen.

Der Trading-Stil und der Spread

Tradest Du kurzfristig, dann musst Du oft den Spread bezahlen, da Du viele Trades umsetzt. Hier ist es dann sehr wichtig, einen Broker mit kleinen Spreads zu suchen und zu wählen. Ein Tipp für Dich, die meisten Broker haben ein Asset, wo sie sehr kleine Spreads anbieten und dafür bei anderen Assets größere. Für Kryptowährungen hast Du oftmals auf Kryptobörsen den besten Spread.

Broker-Empfehlungen mit kleinen CFD Spreads

Broker mit kleinen Spread sind zum Beispiel XTB, WH SelfInvest oder auch VS-Markets. Diese Broker sind vor allem für Trader interessant, die viele Trades umsetzen. WH SelfInvest hat zudem noch eine Niederlassung in Frankfurt und kann hier mit deutschem Support bei allen Fragen helfen. Bei XTB gefällt mir vor allem die Plattform und VS-Markets hat einen sehr guten Spread auf den DAX.

FAQ – CFD Spread

Was ist ein CFD Spread?

Der CFD Spread ist die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Je kleiner der Spread, desto geringer sind Deine direkten Handelskosten.

Warum ist ein kleiner Spread wichtig?

Ein kleiner Spread reduziert Deine Handelskosten. Besonders für kurzfristige Trader mit vielen Trades kann das einen großen Unterschied machen.

Wie finde ich einen Broker mit guten Spreads?

Vergleiche die Spreads und Gebühren verschiedener Broker. Achte dabei besonders auf die Märkte, die Du am häufigsten handelst.

Was ist ein variabler Spread?

Ein variabler Spread kann sich je nach Marktlage verändern. Besonders bei hoher Volatilität kann sich der Spread deutlich ausweiten.

Was ist ein fester Spread?

Ein fester Spread bleibt konstant und verändert sich auch bei stärkeren Marktbewegungen normalerweise nicht.

Konrad Speckmaier
Konrad Speckmaier
Trading-Experte und Co-Founder von Marathoni
Konrad handelt täglich an der Börse und setzt sich intensiv mit diesem Thema auseinander. Sein Fokus liegt auf dem kurzfristigen Handel, bei dem er eine sehr einfache Strategie verfolgt.
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