CFD Trading Erfahrung

autor
Konrad Speckmaier

Aktualisiert: 18.06.2026

CFD´s (Contract for Difference) sind Finanzprodukte, die einen Hebel nutzen und aus diesem Grund ein hohes Gewinnpotenzial bieten. Jedoch zählt das auch für die Verlustseite und die meisten Anleger verlieren auch Geld. Das ist auf der jeweiligen Broker-Seite in Prozentzahlen immer angegeben.

Ich nutze CFD´s jetzt schon einige Jahre und konnte dadurch schon einiges an Erfahrungen im Forex-, Index- und auch Kryptobereich sammeln. Meine Erfahrungen will ich Dir hier in diesem Beitrag einmal teilen.

Meine CFD Trading Erfahrung

Das, was mich am Anfang bei CFD´s begeistert hat, ist das direkte Handeln aus dem Chart über einen Broker und das in Verbindung mit einem Hebel. Somit konnte ich mehr als nur Aktien kaufen und habe angefangen, den DAX und Forex zu handeln. Bevor ich mit den CFD´s gestartet habe, habe ich meist nur Aktien und Kryptos gekauft und verkauft und auch einiges mit Zertifikaten versucht. Von Zertifikaten bin ich seit den CFD´s komplett weggegangen.

Ein noch sehr schöner Punkt war das Risikomanagement, da es sehr einfach war, in dem System einen Stop-Loss und Take-Profit einzustellen. In Verbindung mit dem Hebel ist es auch essenziell, diese zu nutzen.

Für mich war es ein Learning, Broker zu wählen, die in der EU reguliert sind wie auch das Thema mit dem Hebel und dem Verlustrisiko. So schnell das Geld verdient wurde, konnte es auch wieder abgegeben werden. Was für mich das größte Problem war, dass ich meine Emotionen nicht unter Kontrolle hatte und zu schnell zu viel haben wollte. Somit bin ich zu schnell Trades mit einer zu großen Size eingegangen.

Auch das Switchen zwischen unterschiedlichen Märkten und das Gefühl „je mehr man macht, desto mehr bekommt man“ stand mir anfangs im Weg. Somit musste ich lernen, dass Qualität zählt und ich mich auf ein paar Assets konzentrieren sollte.

Tipp:

Starte nicht gleich mit einem Echtgeldkonto. Versuche Dir zuerst die Grundlagen beizubringen und beschäftige Dich intensiv mit dem Thema Risikomanagement und auch der Psyche. Hast Du das gemacht, ab ins Demokonto und dann üben, üben, üben. Dann kannst Du später noch ins Echtgeldkonto wechseln.

Risiken im CFD Trading

Das größte Risiko habe ich Dir oben auch schon genannt, das ist der Hebel und damit auch das Verlustpotenzial. Der Hebel hat natürlich auch eine positive Seite, indem Dein Gewinn eben vervielfacht wird, die Verluste jedoch auch. Auf den Broker-Seiten liest Du auch immer, wie viele Trader Geld verlieren.

Was ein weiterer Punkt ist: Such Dir einen regulierten Broker, der auch eine transparente Gebührenstruktur hat. Ein Broker sollte aus meiner Sicht nur über Ordergebühren Geld verdienen. Es gibt jedoch auch „schwarze Schafe“ in dieser Branche, die indirekt durch die Verlustpositionen ihrer Kunden durch eröffnen von Gegenpositionen profitieren. Das wird auch B-Book-Broker genannt. Hier hast Du schlechtere Kurse und auch höhere Spreads und das bewusst. Aus meiner Erfahrung kann ich Dir XTB, VS-Markets und auch WH Selfinvest empfehlen. Mit diesen Brokern handle auch ich am meisten.

Tipp:

Keiner gewinnt zu 100 %. Verluste gehören zum Traden dazu, sowie Kosten zu einem Unternehmen. Die Verluste sollten nur immer klein gehalten werden.

CFD Trading und die Statistik

Auf den Seiten der CFD-Broker liest Du immer einen Risikohinweis, dass X % der Trader Geld verlieren. Meist zwischen 70-90 % der Anleger. Die Statistik spricht also nicht gerade dafür. Der Vorteil ist jedoch, CFD-Trading kann gelernt werden und man kann sich verbessern. Ich bin mir sicher, würden diese X % an Tradern 12-24 Monate die Basics lernen, das Risikomanagement verbessern und ein System aufbauen, könnte sich diese Zahl ändern.

Erfahrungen und Tipps

Im Trading allgemein, also auch im Forex Trading, achte ich gerne auf Trends sowie Unterstützungs- und Widerstandszonen. Eine Fortsetzung eines Trends ist immer wahrscheinlicher als der Bruch. Erkenne ich also einen Aufwärtstrend, so versuche ich diesen zu handeln. Hierzu warte ich dann auf einen Rücksetzer und beobachte den Markt in der Zone bzw. in dem Preisbereich, in dem ich den Markt sehen will. Bei einer Reaktion steige ich dann ein und setze einen Stop-Loss unter die Tiefs.

1. Das eigene System

Finde eine Strategie, die zu Dir passt und versuche, sie nicht zu kompliziert zu machen, sondern so simpel wie möglich zu halten. Das Trend-Trading ist ein sehr guter Ansatz, mit dem Du versuchst, dem Markt zu folgen. Das antizyklische Trading versucht, gegen den aktuellen Trend zu handeln.

2. Suche Dir Deine Märkte aus

Versuche Dich auf 2-3 Märkte zu spezialisieren und den Markt wirklich kennenzulernen. Hört sich erst mal komisch an, jedoch hat jeder Markt seine Eigenheiten und immer wieder auftauchende Muster. Das kannst Du Dir zum Vorteil machen. Und versuche nicht mehr als 2 parallel zu handeln.
Empfehlen würde ich Dir jedoch nur einen.

3. Risikomanagement

Das ist ein Punkt, den kann ich gar nicht oft genug ansprechen. Hier geht es um den Schutz Deines Kapitals und das ist für einen erfolgreichen Trader unabdingbar. Du hast einen Stop-Loss, der Deinen zuvor eingestellten maximalen Verlust darstellt. Ich nutze gerne 0,5 bis 1 % von meinem Handelskapital.

4. Spreads und Kosten

Achte immer auf die Spreads im Trading, das ist der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Du hast bei unterschiedlichen Assets unterschiedliche Spreads. Darüber musst Du Dich im Voraus informieren.

FAQ – CFD Trading Erfahrungen

Was ist das größte Risiko?

Das größte Risiko ist der Hebel. Er kann Gewinne verstärken, aber genauso auch Verluste. Deshalb sind ein Stop-Loss und ein klares Risikomanagement im CFD-Trading besonders wichtig.

Was ist einer der großen Fehler im CFD Trading?

Ein großer Fehler ist, mit zu großen Positionsgrößen zu handeln oder keinen Stop-Loss zu setzen. Auch zu viele Trades aus Ungeduld können schnell zum Problem werden. Qualität ist wichtiger als Quantität.

Was kann ich alles über CFD handeln?

Über CFDs kannst Du verschiedene Märkte handeln, zum Beispiel Indizes, Forex, Aktien, Rohstoffe und Kryptowährungen. Du kaufst dabei nicht den Basiswert selbst, sondern spekulierst auf die Kursbewegung.

Wie kann ich nicht zu den 70-90 % der Verlierer gehören?

Eine Garantie gibt es nicht. Du kannst Deine Chancen aber verbessern, indem Du zuerst die Grundlagen lernst, mit einem Demokonto übst, ein klares System nutzt und pro Trade nur einen kleinen Teil Deines Kapitals riskierst.

Konrad Speckmaier
Konrad Speckmaier
Trading-Experte und Co-Founder von Marathoni
Konrad handelt täglich an der Börse und setzt sich intensiv mit diesem Thema auseinander. Sein Fokus liegt auf dem kurzfristigen Handel, bei dem er eine sehr einfache Strategie verfolgt.
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