CFD vs. Future

autor
Konrad Speckmaier

Aktualisiert: 16.07.2026

Bei Futures und CFDs handelt es sich um Finanzprodukte, die beide mit Hebel gehandelt werden können und das Handeln in beide Richtungen ermöglichen, also Long und Short. Durch den Hebel ist ein Vielfaches des Gewinn- und auch Verlustpotenzials vorhanden. Bei Futures handelt es sich um standardisierte, börsengehandelte Verträge, welche ein festes Verfallsdatum besitzen. CFDs sind Derivate, welche ohne Ablaufdatum gehandelt werden.

Was sind CFDs?

Ein CFD, auch „Contract for Difference“ genannt, ist ein Derivat, das nicht offiziell an einer Börse gehandelt wird. Es handelt sich hier um einen Vertrag zwischen dem Broker und Dir. Auch bekannt als „Over the Counter“(OTC) Trading. Hier besitzt Du den Basiswert nicht, sondern Du spekulierst auf steigende oder fallende Kurse und kannst davon profitieren. Dabei bewegt sich der CFD ähnlich wie der Basiswert.

Was sind Futures?

Bei Futures handelt es sich um Termingeschäfte, somit zeitlich begrenzt. Der DAX Future läuft an der Börse 3 Monate, bevor dieser ausläuft und ein neuer Future handelbar wird. Der DAX ist hier in unserem Beispiel der Basiswert und wird bewertet. Ähnlich wie bei den CFDs gibt es Futures auf verschiedene Märkte wie Indizes, Rohstoffe, Edelmetalle und Wertpapiere.

Wichtig bei Termingeschäften ist, dass sie ein festes Ablaufdatum besitzen. Es ist hier so, dass jeden 3. Freitag alle 3 Monate eines Quartals der Future ausläuft. Dieser Begriff ist auch bekannt als Hexensabbat bzw. Verfallstag. Futures werden an Terminbörsen wie der Eurex gehandelt.

Gemeinsamkeiten von CFD und Future:

Regulierung: Beide Finanzprodukte sind durch die ESMA reguliert und schützen somit Anleger.
Hebelwirkung: Beide Finanzinstrumente können mit Hebel gehandelt werden. Das bedeutet, dass sich das Derivat um 10 oder 20 % bewegt, wenn sich der DAX um 1 % bewegt, abhängig vom Hebel. Dadurch kannst Du bereits mit geringem Kapital handeln, da Du beispielsweise mit einem Einsatz von 1.000 € insgesamt 10.000 € oder 20.000 € bewegen kannst.
Handelbare Märkte: Viele Assets lassen sich über Futures und CFDs handeln, wie Währungen, Aktien, Indizes, Kryptowährungen und so weiter.
Long und Short: Mit beiden ist es möglich, Long und Short zu traden.
Verlustquote: Die meisten Trader verlieren ihr Geld, unabhängig davon, welches Instrument sie nutzen.

Im Trading mit CFDs und Futures legst Du Deine Position als „Euro pro Punkt“ fest. Dadurch kannst Du genau bestimmen, wie viel Gewinn oder Verlust Du erzielst, je nachdem, wie sich beispielsweise der DAX bewegt. Beim Future auf einen Index hast Du jedoch feste Größen vorgegeben. (Micro, Mini, „großer“ Future als Beispiel)

Unterschiede zwischen CFD und Future:

Laufzeit: CFDs haben keinen Verfallstag, der Future hingegen schon.
Vermögenswert: Bei einem Future hast Du einen Anspruch auf den Basiswert, bei einem CFD gibt es diesen Anspruch nicht. Hier wird nur auf die Preisbewegung spekuliert.
Handelsplatz: CFDs werden nur auf der Trading-Plattform Deines Brokers gehandelt, während Futures auf Terminbörsen gehandelt werden.
Positionsgrößen: Wie oben schon angesprochen, gibt es bei einem Future feste Standardgrößen wie Micro- und Mini-Futures, mit denen ähnliche Lotgrößen wie auch beim CFD erreicht werden können. CFDs können auch mit 0,01 Lot gehandelt werden. Beim Future ist die kleinste handelbare Einheit ein Kontrakt.

Vor- und Nachteile von CFD

Vorteile

Kleine Positionsgrößen möglich.

Große Auswahl an Assets.

Einfacher Handel mit kleinem Kapital möglich.

Hebel erlaubt größere Positionen.

Keine Befristung.

Nachteile

OTC, Vertrag zwischen Deinem Broker und Dir.

Größere Schwankungen erhöhen das Verlustrisiko.

Unregulierte Broker bieten weniger bis keinen Schutz für Anleger.

Vor- und Nachteile von Futures

Vorteile

Börsengehandelt mit festen Regeln.

Standardisiert und meist niedrige Gebühren.

Hohe Liquidität durch institutionelle Händler.

Kapitaleinsatz unter Basiswertniveau möglich.

Nachteile

Laufzeit bringt schwer kalkulierbares Risiko.

Fixes Erfüllungsdatum kann hohe Verluste bringen.

FAQ – Future-CFDs

Was ist der Unterschied zwischen Futures und CFDs?

Der größte Unterschied liegt im Handelsplatz und in der Struktur. CFDs werden außerbörslich über den Broker gehandelt, während Futures an Terminbörsen gehandelt werden.

Haben CFDs eine Laufzeit?

Nein, CFDs haben in der Regel keinen festen Verfallstag. Du kannst sie grundsätzlich so lange halten, wie Dein Broker es ermöglicht und Deine Margin ausreicht.

Was ist riskanter: Future oder CFD?

Beide Produkte sind risikoreich, weil sie mit Hebel gehandelt werden können. Das Risiko hängt vor allem von Positionsgröße, Hebel, Marktvolatilität und Risikomanagement ab.

Was ist für Anfänger einfacher: CFD oder Future?

CFDs sind für Anfänger oft leichter zugänglich, weil kleinere Positionsgrößen möglich sind. Futures sind stärker standardisiert, benötigen aber meist mehr Kapital und Erfahrung.

Konrad Speckmaier
Konrad Speckmaier
Trading-Experte und Co-Founder von Marathoni
Konrad handelt täglich an der Börse und setzt sich intensiv mit diesem Thema auseinander. Sein Fokus liegt auf dem kurzfristigen Handel, bei dem er eine sehr einfache Strategie verfolgt.
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