CFD Aktien

autor
Konrad Speckmaier

Aktualisiert: 16.07.2026

Aktien-CFDs (Contract for Difference) sind CFDs, die Aktien als Basiswert haben. Ein Aktien-CFD bewegt sich ähnlich wie die Aktie selbst, nur mit einem Hebel. Sprich, wenn die Aktie steigt, dann steigt auch der CFD, fällt die Aktie, fällt auch der CFD. Mit einem CFD besitzt Du die Aktie nicht, sondern setzt nur auf die Bewegung der Aktie. Dadurch kannst Du sowohl von steigenden als auch von fallenden Kursen profitieren. Wichtig ist jedoch, durch den Hebel ist auch das Risiko höher.

Aktien-CFDs – Was ist das?

Es handelt sich hierbei um gehebelte Derivate, welche als Basiswert (Underlying) Aktien haben. Ganz simpel gesagt, der Aktien-CFD bewegt sich ähnlich wie der Basiswert. Per CFD kannst Du sowohl Long als auch Short handeln. Aus diesem Grund ist das Produkt auch so spannend, obwohl das erste Mal Short-Traden auf eine Aktie komisch ist.

Wichtig:

Wenn Du einen CFD kaufst, kannst Du von der Kursbewegung profitieren, das Underlying selbst besitzt Du aber nicht. Nur ein Produkt, das sich genauso bewegt.

Hebelwirkung bei Aktien-CFDs

Bei CFDs handelt es sich um Finanzinstrumente, die mit einem Hebel funktionieren. Bei Brokern in der EU hast Du bei einem Aktien-CFD einen Hebel von 1:5, dieser kann aber auch kleiner sein. Angenommen, der Hebel beträgt 1:5 und eine Aktie bewegt sich um 2 %, dann verändert sich der CFD um 10 %. Somit kannst Du größere Gewinne erwirtschaften, jedoch auch größere Verluste verbuchen. Somit ist das Risikomanagement ein absolutes Muss.

Wenn Du Aktien im Wert von 20.000 € per CFD handeln willst, musst Du nicht die vollen 20.000 € hinterlegen, sondern nur eine Margin. Das wäre in unserem Beispiel 4.000 €. Den Rest stellt Dir der Broker indirekt als Kredit zur Verfügung.

Unbedingt beachten:

Schütze Dein Kapital immer mit einem Stop-Loss. Zu jedem Trade musst Du immer einen Stop-Loss setzen und Dir schon zuvor Gedanken machen, wie viel Du bereit bist zu verlieren.

Gebühren bei Aktien-CFDs

Kommissionen: Es können gegebenenfalls Ordergebühren beim Broker anfallen.
Spreads: Das ist die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs des Aktien-CFDs. Diese werden auch als Bid- und Ask-Kurs bezeichnet.
Swap-Gebühren: Diese fallen an, wenn Du die CFDs über Nacht hältst. Auch als Übernachthaltegebühren bekannt und können als eine Art Zins gesehen werden.
Inaktivitätsgebühren: Manche Broker verlangen Inaktivitätsgebühren, wenn ein Trader bei ihnen ein Konto einrichtet, auf dem er anschließend nicht handelt.
Auszahlungsgebühren: Manche Broker verlangen noch Auszahlungsgebühren, wenn Trader vom Tradingkonto Geld abheben.

Mein Broker für Aktien-CFD-Trading

XTB bietet neben den Index-CFDs auch Aktien-CFDs an. Ich nutze diese öfter, wenn ich eine Position absichern will oder Short gehen will, da das mit den CFDs sehr leicht umsetzbar ist. Die eigene Plattform bei XTB macht es sehr intuitiv und benutzerfreundlich. Achte aber auch hier immer auf die Kommissionen, diese können bei sehr kleinen Nebenwerten relativ hoch ausfallen.

Vorschau: XTB Plattformen & Konten

  • XTB Startseite

Risiken beim Aktien-CFD-Handel

Die beiden größten Risiken beim Aktien-CFD-Handel sind die Hebelwirkung und die Wahl eines nicht regulierten Brokers. Die Hebelwirkung kann sinnvoll sein, um weniger Kapital einzusetzen, erhöht aber gleichzeitig das Risiko. Mit einem gut gesetzten Stop-Loss, bei dem das Risiko vorher festgelegt wurde, kann ein großer Teil des Risikos kontrolliert werden. Zusätzlich ist es wichtig, auf einen regulierten Broker zu achten, da Regulierung dem Schutz der Trader dient und klare Rahmenbedingungen schafft.

Vorteile Aktien CFDs

Long- und Short-Positionen bei Aktien möglich.

Die Einstiegshürde kann geringer sein, da ein CFD günstiger ist.

Durch die Hebelwirkung ist eine größere Position möglich.

Nachteile Aktien CFDs

Keine Stimmrechte und Dividende, da Du die Aktie nicht physisch besitzt.

Zusätzliche Kosten durch Swaps bei längerer Haltedauer.

FAQ – Aktien-CFD Trading

Was sind Aktien-CFDs?

Aktien-CFDs sind CFDs, die eine Aktie als Basiswert haben. Du handelst dabei nicht die echte Aktie, sondern spekulierst auf die Kursbewegung der Aktie.

Kann man Aktien-CFDs Long und Short handeln?

Ja, mit Aktien-CFDs kannst Du sowohl Long als auch Short handeln. Long bedeutet, dass Du auf steigende Kurse setzt. Short bedeutet, dass Du auf fallende Kurse setzt.

Wie hoch ist der Hebel bei Aktien-CFDs?

Bei vielen Brokern in der EU liegt der maximale Hebel für Aktien-CFDs häufig bei 1:5. Je nach Broker, Produkt und Kundengruppe kann der Hebel aber unterschiedlich ausfallen.

Sind Aktien-CFDs riskant?

Ja, Aktien-CFDs sind riskant, vor allem wegen der Hebelwirkung. Deshalb sind Stop-Loss, kleine Positionsgrößen und gutes Risikomanagement besonders wichtig.

Welche Kosten gibt es bei Aktien-CFDs?

Typische Kosten sind Spreads, Kommissionen und Swap-Gebühren. Zusätzlich können je nach Broker Inaktivitätsgebühren oder Auszahlungsgebühren anfallen.

Konrad Speckmaier
Konrad Speckmaier
Trading-Experte und Co-Founder von Marathoni
Konrad handelt täglich an der Börse und setzt sich intensiv mit diesem Thema auseinander. Sein Fokus liegt auf dem kurzfristigen Handel, bei dem er eine sehr einfache Strategie verfolgt.
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