CFD Margin
Konrad Speckmaier
Aktualisiert: 17.07.2026
Die CFD Margin ist eine Sicherheitsleistung, die Du bei Deinem Broker hinterlegen musst, wenn Du einen Trade mit Hebel eingehst. Das ist jedoch nur ein Bruchteil der eigentlichen Positionsgröße. Doch nicht nur beim CFD, auch beim Handel mit Futures hast Du ebenfalls eine Margin zu hinterlegen. Ein Beispiel, um das Ganze zu vereinfachen: Setzt Du 100 € ein und hast einen Hebel von 20, dann bewegst Du in Wirklichkeit 2.000 €. Die 100 € sind dabei Deine Margin. Wichtig ist jedoch, dass der Hebel das Risiko auch erhöht!

Was ist die CFD Margin?
Die CFD Margin ist der Geldbetrag, den Du bei Deinem Broker als Sicherheit hinterlegt, um mit einer größeren Position zu handeln. Das bedeutet, dass Du als Trader eine Handelsposition nicht vollständig mit Eigenkapital zahlst, sondern Dir der Großteil des benötigten Geldes vom Broker geliehen wird. (Wie ein kleiner Kredit) Hier noch ein kleines Beispiel: Du willst im DAX eine Long-Position eröffnen und musst keine 25.000 € einsetzen, sondern hinterlegst bei Deinem Broker nur 1.000€ als Sicherheit und kannst dadurch von dem Long-Trade profitieren.

Unbedingt beachten:
Du handelst hier mit einem Hebel, der sowohl Deine Gewinnchancen als auch Dein Risiko erhöht. Wichtig ist hier, dass Du das Risiko immer im Blick hast und nie ohne Stop-Loss einen Trade eröffnest. Dieser dient als Schutz Deines Kapitals.
Arten von CFD Margin
Es gibt 2 Arten von CFD Margin. Einmal die Positionsmargin und die Haltemargin. Wichtig ist, dass Du den Unterschied kennst und auch verstehst.
1. Positionsmargin
Die Positionsmargin bezieht sich auf das Guthaben, das auf dem Tradingkonto vorhanden sein muss, damit eine Position eröffnet werden kann. Ich gebe Dir ein Beispiel, dann ist es leichter zu verstehen. Hat der Trader vor, eine Position im Wert von 10.000 € zu eröffnen und der Margin-Satz 10 % beziehungsweise der Hebel 1:10 beträgt, so muss mindestens ein Guthaben von 1.000 € auf dem Konto des CFD Brokers hinterlegt sein.
Die Margin und der Hebel des CFD Brokers gehen immer Hand in Hand, wenn es um Deine Positionsgröße geht. Multipliziert man den Hebel von 1:10 mit 3, erhält man einen Hebel von 1:30. Bei einer Positionsgröße von 10.000 € wäre dafür lediglich eine Margin von rund 333 € erforderlich.

Beachte:
Ohne ausreichende Margin kann die Position nicht eröffnet werden und der Trader muss zuerst Guthaben einzahlen. Das Ganze wird aus dem Grund auch als Einstiegsmargin oder auch Eröffnungsmargin bezeichnet.
2. Halte-Margin
Die Halte-Margin bezieht sich auf eine Position, die bereits eröffnet ist. Hier geht es um eine bestimmte Guthabengrenze, welche nicht unterschritten werden darf. Sollte das der Fall sein, droht der Margin-Call durch den Broker. Ein Begriff, den sicher schon einige aufgeschnappt haben. Um das Schließen der Position zu verhindern, muss der Trader sofort Guthaben auf das Handelskonto einzahlen. Bei dem Broker XTB liegt der Wert bei 50 % des Gesamtdepotwertes.

Beachte:
Der Margin Call ist ein Schutzmechanismus vor viel zu hohen Verlusten. Ohne diesen könnte das Depot auch unter Null fallen und Du hättest Schulden bei Deinem Broker.
Wichtige Begriffe der CFD Margin:

CFD Margin berechnen:
Die Berechnung der CFD Margin ist nicht schwer, Du musst nur den Margin-Satz kennen. In der Regel liegt dieser zwischen 5 und 25 %. Bei einem Margin-Satz von 5 % hast du einen Hebel von 1:20. Ein Margin-Satz von 25 % entspricht einem Hebel von nur 1:4. Hier einmal ein Beispiel.
Die Margin für die Position beträgt also 250 Euro. Auf dem Handelskonto werden also bei Eröffnung der Position 250 Euro gebunden.
Wie kann man die Höhe der CFD Margin senken?
Die Höhe der Margin und auch des Hebels hängt von verschiedenen Faktoren ab. In der EU wird der Hebel durch die Vorgaben der Finanzmarktaufsicht geregelt. Das dient dem Schutz der Anleger.
Da die eingesetzte Margin und der Hebel zusammenhängen, kann mit einem höheren Hebel auch die Margin gesenkt werden. Das ist jedoch nicht nur ein Vorteil. Ein höherer Hebel ist auch mit einem größeren Risiko verbunden.
Warum CFDs mit Margin handeln?
Der größte Vorteil am Handel mit Margin ist, dass weniger Eigenkapital notwendig ist, um Trades zu eröffnen. Das ist eine sehr gute Möglichkeit, wenn jemand nicht so viel Risikokapital investieren will, aber dennoch gerne mehr einsetzen würde. Zum anderen bedeutet das, dass ein geringerer Teil des Kapitals gebunden wird. Das gibt dem Trader die Möglichkeit, das übrige Kapital für zusätzliche Positionen oder andere Investitionen zu nutzen.

Ganz wichtig:
Achte immer auf Dein Risiko! Ein großer Hebel kann viele Vorteile mit sich bringen. Allerdings besteht bei jedem Trade auch die Möglichkeit eines Verlustes. Aus diesem Grund solltest Du Dein Risiko immer im Blick behalten und konsequent einen Stop-Loss nutzen.
Stop-Out-Level oder Stop-Out: Was hat das mit dem Margin-Call-Level zu tun?
Das Stop-Out-Level ist der Wert bzw. die Grenze, bei deren Unterschreiten der Broker eine oder mehrere Positionen automatisch schließt. Das ist eben auch als Margin Call bekannt. Fällt der Wert der Margin unter einen bestimmten Prozentsatz, wird ein Stop-Out ausgelöst und die Position umgehend geschlossen.

Risiken beim CFD Margin
Der größte Verlust beim CFD Margin Trading ist der Verlust des kompletten eingesetzten Kapitals oder sogar noch mehr. Ist genug freie Margin auf dem Konto vorhanden, kann man auch mit dem Einsatz von 1.000 € einen Verlust von 2.000 € einfahren.
Ein weiterer großer Punkt ist, dass der Hebel und die Margin vor allem Anfänger im Trading dazu verleiten, zu große Positionen einzugehen, also zu viel Kapital einzusetzen und gewagte und auch unüberlegte Positionen einzugehen. Denn das Verhältnis zwischen persönlichem Kapitaleinsatz und dem möglichen Gewinn scheint erst einmal sehr verlockend. Aus diesem Grund würde ich Dir auch raten, in einem Demokonto zu starten.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, einen regulierten Broker zu nehmen und nicht aufgrund des höheren Hebels zu einem unregulierten Broker zu gehen. Ich nutze den Broker XTB, der stark reguliert ist und mit dem ich sehr zufrieden bin. Ein weiterer Top-Broker ist VS Markets.
Vorteile CFD Margin Trading
Nachteile CFD Margin Trading
FAQ – CFD Margin
Was ist die CFD-Margin?
Die CFD-Margin ist eine Sicherheitsleistung, die Du bei Deinem Broker hinterlegen musst, um eine gehebelte Position zu eröffnen.
Wie hängen Margin und Hebel zusammen?
Die Margin und der Hebel stehen in einem direkten Zusammenhang. Je höher der Hebel ist, desto weniger Margin musst Du für eine Position hinterlegen.
Wie wird die CFD-Margin berechnet?
Die CFD-Margin wird berechnet, indem der Handelsgegenwert mit dem Margin-Satz multipliziert wird. Hat eine Position beispielsweise einen Wert von 2.500 Euro und beträgt der Margin-Satz 10 %, werden 250 Euro als Margin gebunden.
Was ist ein Margin-Call?
Ein Margin-Call ist eine Warnung des Brokers, dass das vorhandene Kapital möglicherweise nicht mehr ausreicht, um die offenen Positionen aufrechtzuerhalten. Je nach Broker kann es notwendig sein, zusätzliches Guthaben einzuzahlen oder Positionen zu schließen.