Was ist Daytrading?
Konrad Speckmaier
Aktualisiert: 04.08.2026
Beim Daytrading eröffnest und schließt Du Positionen innerhalb eines Handelstages. Ich persönlich analysiere häufig kleinere Bewegungen mit der technischen Analyse und setze Trades mithilfe von CFD-Hebelprodukten um. Du kannst viele verschiedene Assets wie Wertpapiere, Aktien, Indizes, Währungen und Kryptowährungen traden. In diesem Beitrag erkläre ich Dir alles, was Du über das Daytraden wissen und verstehen solltest.

Was ist Daytrading?
Im Grunde bedeutet Daytrading nur, dass Du verschiedene Märkte wie Aktien, Devisen oder Rohstoffe kaufen und verkaufen kannst und das alles innerhalb eines Tages. Du hältst so gesehen keine Position über Nacht und vermeidest dadurch unvorhersehbare Risiken sowie Übernachthaltegebühren. Dafür bieten sich am besten Futures oder CFDs als Finanzprodukte an.
Mit Daytrading schnell Geld zu verdienen klingt erst einmal verlockend, aber es ist harte Arbeit und kann durchaus gefährlich sein. Es steht nicht ohne Grund auf vielen Broker-Seiten, dass 80 % – 90 % der Trader ihr Geld verlieren. Du solltest dich also intensiv vorbereiten, dir eine gute Strategie erarbeiten und diese konsequent und diszipliniert am Markt umsetzen. Die technische Analyse ist eines der ersten Themen, die Du Dir aneignen solltest.

Wichtig:
Ich persönlich mache jede Woche eine ausführliche Marktanalyse. Zusätzlich hilft es mir, regelmäßig aktuelle Wirtschaftsnachrichten zu verfolgen, um mich vor plötzlichen Marktschwankungen zu schützen.
Grober Ablauf eines typischen Daytrading-Alltags
Analyse und Session-Vorbereitung
Mein Tag beginnt um 8:30 Uhr mit der Chartanalyse des DAX. Ich markiere mir markante Zonen im Chart und schaue ob wir aktuell einen Trend haben oder nicht.
Trading-Plan erstellen
Jeder Trade braucht einen konkreten Plan ohne großen Interpretationsspielraum. Dafür habe ich mir die Regeln und meine Strategie erstellt. Aus diesem Grund handle ich Signale nach meiner Strategie.
Geduldig abwarten und Orderplatzierung
Solange mein Trade-Plan nicht aktiv ist, bleibe ich geduldig und warte auf mein Setup. Sobald das Setup aktiv wird, plane ich meinen Einstieg und setze meinen Stop-Loss nach meinen Risikomanagement-Regeln.
Markt beobachten
Ist der Trade aktiv, beobachte ich den Chart und nehme Anpassungen nur nach Plan nie nach Emotionalen Impulsen vor. Sobald der Trade zum Beispiel mein Risiko verdient hat, setze ich meinen Stop-Loss auf Breakeven.
Session-Nachbetrachtung
Am Ende des Tages analysiere ich alle Trades, die ich im Laufe des Tages eingegangen bin, und frage mich: Was lief gut und was hätte man besser machen können? Zusätzlich trage ich meine Trades und Emotionen in mein Trading-Journal ein. Oftmals habe ich 3-5 Trades pro Tag.
Gute Daytrading Strategien
Mit einer Trendfolge-Strategie gehe ich davon aus, dass sich ein bestehender Trend fortsetzen kann. Dafür analysiere ich den Chart, um herauszufinden, in welchem Trend wir uns befinden. Ein Aufwärtstrend ist geprägt von höheren Hochs und höheren Tiefs. Bei einem Abwärtstrend haben wir tiefere Tiefs und tiefere Hochs. Im Detail benutze ich die gleitenden Durchschnitte wie zum Beispiel den EMA20 und den EMA50 um mögliche Einstiege zu finden. Habe ich einen Trade gefunden, lasse ich die Gewinne laufen. Wie im Bild zu sehen ist, achte ich beim Rücksetzer auf eine markante Zone und darauf, ob sich dort zum Beispiel eine Hammerkerze bildet, um eine Position zu eröffnen.

Ist Daytrading riskant?
Daytrading ist sehr riskant und auf keinen Fall zu unterschätzen. Oftmals treten plötzlich schnelle Kursbewegungen auf, die in kürzester Zeit für große Verluste sorgen können. Vor allem wenn Du keine profitable Strategie und kein Risikomanagement hast. Ein einziger Klick oder eine impulsive Entscheidung kann dir viel Verlust einbringen. Zusätzlich hast Du durchgehend emotionalen Druck, der Dich in Deinem Handeln irrational beeinflussen kann, wenn Du mental nicht vorbereitet bist.
Unbedingt beachten:
Aus diesen Gründen sollten Anfänger erst einmal nur im Demokonto handeln, bis sie konsistente Ergebnisse vorweisen können.
3 nutzbare Objekte für die technische Analyse
Beim Daytrading konzentriere ich mich stark auf die technische Analyse. Hierbei kommen Trends, Indikatoren und Chartformationen zum Einsatz. Noch ein wichtiger Punkt für meine Analyse sind markante Zonen (Unterstützungs- und Widerstandszonen) im Chart. Als Daytrader profitiert man oft von kurzfristigen Preisschwankungen, daher ist die Chartanalyse die beste Wahl um gute Einstiegs- und Ausstiegspunkte zu bestimmen.
Nr.1 Trends
Unter Trends kann man die Grundtendenz im Chart verstehen. Befindet sich ein Markt eher in einer steigenden oder fallenden Richtung? Das ist die erste Frage, die ich mir stelle, wenn ich einen Chart analysiere. Noch eine Info: Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Trend fortsetzt, ist häufig höher, als dass er sich umkehrt.

Nr.2 Chartformationen
Chartformationen sind visuelle Muster, die Dir einen Hinweis geben können, ob sich ein Trend fortsetzt oder umkehrt. Die Schulter-Kopf-Schulter und die Doppeltop Formationen deuten dir eine Trendumkehr an, wobei Dreiecke und Flaggen eine Trendfortsetzung anzeigen. Vor allem als Anfänger können diese Pattern Dir helfen mögliche Trade-Einstiege zu finden.

Nr.3 Trading-Indikatoren
Indikatoren sind Werkzeuge, die Kursdaten miteinander verrechnen und einen Wert anzeigen, der Dir helfen kann, einen Trend oder eine mögliche Umkehr besser einzuschätzen. Ein sehr bekannter Indikator ist der Relative Strength Index (RSI), dieser zeigt dir Werte zwischen 0 bis 100 an. Werte über 70 gelten als überkauft und Werte unter 30 als überverkauft.

Wie lang kann es dauern, Daytrading zu meistern?
In der Regel dauert es 1 bis 2 Jahre, um die Grundlagen zu verstehen und eine profitable Strategie zu entwickeln. Selbst dann, wenn du intensiv im Demokonto geübt hast. In dieser Zeit musst Du Marktpsychologie, technische Analyse und robustes Risikomanagement lernen und vor allem dein Trading-Mindset im Griff haben.
Einige Daytrader haben schneller Erfolg aber für die meisten ist die Lernkurve lang, da es im Trading um mehr als nur Wissen geht. Wichtig sind vor allem Disziplin und emotionale Kontrolle. Man kann es so einordnen, dass es im Trading eher um 20 % Wissen und 80 % Praxis plus viel Übung geht. Du benötigst viel Durchhaltevermögen und Ehrgeiz, um erfolgreich zu sein.

Was sind Vor- und Nachteile im Daytrading?
Vorteile
Schnelle Gewinne möglich
Keine Übernacht-Risiken
Flexibel in der Strategieauswahl
Training im Demokonto
Schnelle Marktanpassung
Nachteile
Große Verluste möglich
Kurzfristiger Handel ist stressig
Marktüberwachung ist zeitintensiv
FAQ – Was ist Daytrading?
Was ist Daytrading?
Daytrading bedeutet, dass Du Positionen innerhalb eines Handelstages eröffnest und wieder schließt. Ziel ist es, von kurzfristigen Kursbewegungen zu profitieren.
Welche Märkte kann man im Daytrading handeln?
Im Daytrading kannst Du verschiedene Märkte handeln, zum Beispiel Aktien, Indizes, Währungen, Rohstoffe, Kryptowährungen, Futures oder CFDs.
Warum nutzen viele Daytrader CFDs oder Futures?
Viele Daytrader nutzen CFDs oder Futures, weil diese Produkte Long- und Short-Trading ermöglichen und häufig mit Hebel gehandelt werden können.
Welche Strategien gibt es im Daytrading?
Typische Daytrading-Strategien sind Trendfolge, Range-Trading, Pullback-Trading oder das Handeln an Unterstützungs- und Widerstandszonen.
Wie lange dauert es, Daytrading zu lernen?
In der Regel dauert es mehrere Monate bis Jahre, um die Grundlagen zu verstehen, eine Strategie zu entwickeln und diese diszipliniert umzusetzen.