Daytrading Forex

autor
Konrad Speckmaier

Aktualisiert: 05.08.2026

Im Forex Trading handelt man Währungen, die innerhalb eines Tages gekauft und wieder verkauft werden. Eines der bekanntesten Währungspaare ist der EUR/USD. Mit einer profitablen Strategie lässt sich hier gutes Geld verdienen, wobei ehrlicherweise die meisten ihr Geld verbrennen. Mehr dazu in diesem Beitrag:

Forex Daytrading was ist das überhaupt?

Unter Forex Daytrading versteht man das kurzfristige Handeln von fremden Währungen. Der Begriff Forex heißt ausgeschrieben Foreign Exchange, was so viel wie Devisenhandel bedeutet. Typischerweise handelt man den Forex Markt mit CFDs, was zu durchaus höheren Gewinnen, aber auch zu höheren Verlusten führen kann.

Interessant am Forex Markt ist, dass dort nicht nur Privatanleger und Institutionen wie Sparkassen tätig sind, sondern auch Zentralbanken wie zum Beispiel die EZB (Europäische Zentralbank) oder die Fed (Federal Reserve). Durch die starke Beteiligung großer Institutionen ergibt sich, dass der Devisenmarkt der liquideste Markt mit einem täglichen Handelsvolumen von über 5 Billionen USD ist.

Gute Strategien für das Forex Daytrading

Als Daytrader kann man im Forex Bereich sehr gut auf die technische Analyse oder die fundamentale Analyse zurückgreifen und daraus Trade-Ideen ableiten. Die meisten Trader jedoch nutzen einen technischen Ansatz und analysieren nur die reine Preisbewegung im Chart. Diesen Ansatz verfolge ich ebenfalls.

Die Trendfolgestrategie

Die Charttechnik besagt, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Trendfortsetzung häufig höher ist, als dass sich der Trend direkt umkehrt. Diese erhöhte Wahrscheinlichkeit wollen wir uns mit einer Trendfolgestrategie zunutze machen, da dieser Effekt auch im Forex Markt funktioniert. Analysiere dazu den bestehenden Trend und versuche bei einem Rücksetzer auf beispielsweise die EMAs, einen Entry zu finden.

Wichtig:

Forex Daytrading ist riskant. Benutze aus diesem Grund immer einen Stop-Loss, um Deine Verluste zu begrenzen, denn es gibt keine Strategie, die zu 100 % richtig liegt.

News-Trading im Forex

Da es im Forex Markt ebenfalls wichtige News-Events wie zum Beispiel die Zinsentscheide, Inflationsdaten oder die Arbeitsmarktdaten gibt, kann man diese für Trades nutzen, denn diese Nachrichten haben eine direkte Auswirkung auf den Kurs. Die Strategie besteht nicht darin, vor einer News in den Markt zu springen, sondern eher danach auf eine klare Reaktion zu warten. Oftmals bildet sich infolge der Nachrichten ein neuer Trend.

Wichtige Nachrichten im Forex Trading

Wirtschaftslage einzelner Länder: Die Währung ist nur so stark wie das Land selber. So ist der kanadische Dollar (CAD) eng mit der kanadischen Wirtschaftsleistung verknüpft. Daher lohnt es sich das BIP zu beobachten.
Politische Ereignisse: Solche Nachrichten verändern die Wirtschaft eines Landes.
Inflationsdaten: Auf diese Daten achten die Zentralbanken, um gegebenenfalls die Leitzinsen anzupassen um die Inflation zu bekämpfen.
Leitzinsentwicklung: Ein hoher Leitzins stärkt eine Währung. Zum Beispiel ein US-Dollar mit 3 % Zinsen ist stärker als ein Euro mit einem Leitzins von 1,5 %.
Arbeitsmarktdaten: Diese sind oft ein Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes.

Die drei besten Charttechnik Tools

Gute technische Hilfsmittel sind der gleitende Durchschnitt, der RSI sowie Unterstützungs- und Widerstandsbereiche. Im Chart helfen sie Dir dabei, überkaufte und überverkaufte Niveaus zu erkennen und eine Einschätzung zum weiteren Kursverlauf zu erstellen.

Unterstützungs- und Widerstandsbereiche

Wichtige horizontale Zonen werden als Unterstützung oder Widerstand bezeichnet. Dort können Käufer oder Verkäufer den Markt daran hindern, in die jeweilige Richtung weiterzulaufen. In einer Unterstützung wird der Preis am Fallen gehindert, wobei bei einem Widerstand der Kurs am Steigen gehindert wird.

Ein Tipp:

Diese markanten Zonen findest Du, indem Du in der Vergangenheit nach starken Hochs oder starken Tiefs suchst. Auch runde Kursmarken wie 1,5000 im EUR/USD sind starke Level.

Der Relative Stärke-Index (RSI)

Der Relative Stärke-Index eignet sich sehr gut für Anfänger. Dieser zeigt, ob ein Währungspaar überkauft oder überverkauft ist. Wenn ein Markt überkauft ist, bedeutet das, dass der Preis zu stark angestiegen ist und deshalb möglicherweise bald eine Korrektur startet. In diesem Fall, zeigt der RSI einen Wert über 70 oder höher an.

Beachte:

Ich benutze den Indikator gerne, um zu sehen, wann ein möglicher Ausstieg Sinn ergibt und wann ein Trend enden könnte. In einem Aufwärtstrend ist zum Beispiel mein Exit Signal, wenn der RSI überkauft ist also einen Wert über 70 anzeigt.

Die gleitenden Durchschnitte

Die Moving Averages wie sie genannt werden, zeigen Dir den Durchschnittspreis eines Währungspaares in einem bestimmten Zeitraum. Die am häufigsten benutzten gleitenden Durchschnitte sind die 50-Tage- und 200-Tage-Durchschnitte. Mit diesen Indikatoren kannst Du leicht erkennen, ob wir uns in einem steigenden oder fallenden Markt befinden. Liegt der Markt über den Moving Averages, deutet das auf einen steigenden Markt hin. Liegt er darunter, spricht das eher für einen fallenden Markt.

Die Anwendung:

Ich persönlich nutze die Gleitenden Durchschnitte als erstes als Trendfilter um zu sehen ob der Markt sich in einem steigenden oder fallenden Trend befindet und zu guter Letzt noch als mögliches Level um einen Trend-Trade zu eröffnen.

Hier noch 10 weitere Tipps für das Forex Daytrading

1.

Nutze ein gutes Risikomanagement

Gutes Risikomanagement ist eines der wichtigsten Regeln im Trading. Dies bedeutet, deine Verluste zu begrenzen und Gewinne laufen zu lassen. Für eine profitable Trader Karriere geht nichts am Risikomanagement vorbei, denn jeder eingegangene Trade geht immer mit einem Risiko einher. Setze also immer einen Stop-Loss und passe Deine Positionsgröße auf ein sinnvolles Risiko an. Für mich lautet die Regel, dass ich bei einem Verlusttrade nur maximal 0,5 % meines Kapitals verliere.

2.

Wähle die richtigen Währungspaare beim Forex Daytrading aus

Die große Menge an Währungspaaren auf dem Markt kann einen schnell überfordern. Welches Währungspaar für dich die beste Wahl ist, musst Du selber herausfinden und hängt sehr an Deinem persönlichen Stil ab. Nimm Dir also genug Zeit und analysiere die verschiedenen Paare und lerne ihre Eigenschaften kennen. Aber wähle nur maximal 3 Währungspaare aus, denn alles darüber wird auf Dauer zu stressig werden.

3.

Anfänger sollten ein bis zwei Jahre im Demokonto üben

Bist du noch Anfänger und hast noch wenig Praxiserfahrung und möchtest im Forex Trading Erfolg haben, dann solltest du auf keinen Fall im Echtgeld-Depot starten. Fange am besten in einem Demokonto an zu üben und Deine Strategie ohne Regelbrüche diszipliniert umzusetzen und Erfahrungen zu sammeln. Dort hast Du kein Risiko und kannst mit virtuellem Geld das Marktverhalten analysieren und Dich mit den verschiedenen Orderarten vertraut machen.

4.

Lerne Disziplin und emotionale Kontrolle beim Daytrading

Während des Tradens spielen oft unterbewusste menschliche Eigenschaften wie kognitive Verzerrung und Gefühle eine große Rolle. Die Trading Psychologie ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, da sich jeder von anderen Dingen beeinflussen lässt. Typische Emotionen die sich aufs Handeln auswirken können sind Wut, Stolz, Angst, Ungeduld und Zufriedenheit.

5.

Verluste gehören dazu – lerne, sie zu akzeptieren

Trader, die ihre Verluste nicht als normalen Teil ihrer Tätigkeit akzeptieren können, handeln oft schneller emotional. Dadurch trifft man oftmals Fehlentscheidungen, die dann zu noch mehr Verlust führen. Ein weiterer wichtiger Grund ist, solltest Du eine Chance verpasst haben, spring nicht hinterher denn auch das erhöht das Risiko das Du emotional reagierst. Setze im Trading nur das Kapital ein, dass du auch verlieren kannst.

6.

Erstelle Dir Regeln für Deine Strategie

Setze dir Regeln in Bezug auf welches Währungspaar, Stop-Entfernung, Handelszeit und Positionsgröße Du verwendest fest. Diese Regeln sind wie ein Filter, welche nur die besten Setups durchlassen. Hast Du keine feste Regeln könntest Du genauso gut eine Münze werfen. Durch diese Regeln gibt es keinen Platz für emotionale Entscheidungen.

7.

Führe mehrere ausführliche Backtests durch

Sobald Du eine Strategie gefunden und Deine Regeln festgelegt hast solltest Du dieses in einem ausführlichen Backtest durchführen. Sammle Bildschirmzeit und Ideen für eine Strategie, solltest Du noch keine haben. Aber mach Dir dabei kein Stress. Backtests kannst du über den Replay-Modus in TradingView durchführen. Notiere Dir dazu das gehandelte Asset, die Stop-Entfernung, Take-Profit-Entfernung etc. Aus diesen Daten kannst Du deine Strategie sogar noch optimieren. Klar ist dieser Prozess sehr zeitaufwendig, aber das macht Dich zu einem besseren Trader.

8.

Konzentriere Dich auf einfache Charttechniken

Ob bei langfristigen Anlagen oder kurzfristigem Daytrading sollten Strategien immer leicht umsetzbar sein. Oftmals reicht eine gute Trendanalyse in Kombination mit einem Kerzenmuster und festen Trading-Regeln aus, um einen guten Trade einzugehen. Du brauchst keine fünf Indikatoren um ein valides Setup zu bekommen. Halte deswegen dein Trading so simpel wie möglich.

9.

Hör niemals auf zu lernen

Vor allem Anfänger im Forex Markt sollten sich ein umfangreiches Vorwissen aneignen, bevor sie direkt in den Währungshandel einsteigen. Wissen und praktische Erfahrung erhöhen die Chancen enorm, im Daytrading Erfolg zu haben. Aus diesem Grund fang an im Demokonto zu handeln. Es gibt viele Möglichkeiten sich im Thema Daytrading weiterzubilden. Zum Beispiel Video-Tutorials auf YouTube, private Webseiten, E-Books und Bücher, Podcasts, Seminare und Webinare.

10.

Gib niemals auf

Das größte Problem ist die falsche Erwartungshaltung beim Einstieg in das Thema. Viele denken, wenn man tradet wird man schnell reich aber das ist ganz und gar nicht der Fall. Eine Daytrading-Ausbildung ist keine Sache von Wochen oder Monaten, meist sind Jahre nötig um sich eine profitable Strategie aufzubauen. Für Anfänger gilt deswegen geduldig bleiben und sich selber nicht zu viel Druck machen, sollte der große Sprung in die Profitabilität noch ausgeblieben ist.

FAQ – Daytrading Forex

Was ist Forex-Daytrading?

Forex-Daytrading bedeutet, dass Währungen innerhalb eines Tages gehandelt werden. Positionen werden dabei normalerweise am selben Tag eröffnet und wieder geschlossen.

Warum ist der Forex-Markt für Daytrader interessant?

Der Forex-Markt ist für Daytrader interessant, weil er sehr liquide ist und viele Währungspaare handelbar sind. Dadurch entstehen regelmäßig Bewegungen, die für kurzfristige Trader interessant sein können.

Welche Strategie eignet sich für Forex-Daytrading?

Eine mögliche Strategie ist die Trendfolgestrategie. Dabei analysierst Du den bestehenden Trend und suchst bei einem Rücksetzer nach einem möglichen Einstieg.

Welche Charttechnik-Tools sind im Forex-Daytrading hilfreich?

Hilfreich können Unterstützungs- und Widerstandsbereiche, der RSI sowie gleitende Durchschnitte sein. Diese Tools helfen Dir, Trends, Zonen und mögliche Ein- oder Ausstiege besser einzuschätzen.

Wie viele Währungspaare sollte man handeln?

Am Anfang ist es sinnvoll, sich auf wenige Währungspaare zu konzentrieren. Mehr als drei Paare können schnell unübersichtlich und stressig werden.

Konrad Speckmaier
Konrad Speckmaier
Trading-Experte und Co-Founder von Marathoni
Konrad handelt täglich an der Börse und setzt sich intensiv mit diesem Thema auseinander. Sein Fokus liegt auf dem kurzfristigen Handel, bei dem er eine sehr einfache Strategie verfolgt.
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