Daytrading 100 Euro am Tag
Konrad Speckmaier
Aktualisiert: 05.08.2026
Einen gewissen Betrag wie 100 Euro am Tag zu verdienen, hängt einerseits von der Kontogröße und andererseits von Deiner Erfahrung im Trading ab. Viel wichtiger am Anfang ist es jedoch, das Ganze in einem Demokonto zu üben, denn die meisten verlieren Geld. Ich versuche Dir in diesem Ratgeber näherzubringen, was realistisch ist und welcher Aufwand nötig ist, um 100 Euro am Tag verdienen zu können.
Welcher Gewinn pro Tag ist im Daytrading realistisch?
Wie oben schon angemerkt, hängt das einmal von Deinem Kapital ab und auch von dem Risiko, das Du bereit bist einzugehen. Mit kleinerem Kapital benötigt es mehrere Trades oder auch ein höheres Risiko, um auf 100 Euro pro Tag zu kommen. Ich würde jedoch maximal 1 % Risiko pro Trade eingehen.
Das Ganze ist auch abhängig von Deinem Handelsansatz. Im langfristigen Swing-Depot geht man grundsätzlich weniger Risiko pro Position ein. Im kurzfristigen Handeln, dem Scalping, ist die Risikoposition meist größer und der Trade viel kürzer. Keinem Trader bleibt eine Verlustserie erspart. Deshalb ist es wichtig, dass nach Abzug aller Kosten etwas auf dem Trading-Konto übrig bleibt und das Konto langfristig wächst.

Die Statistik, die abschreckt aber auch motivieren kann
Wenn es um die Anlage und auch das Trading geht, gibt es einige Statistiken, die sich mit den Gewinnen und den Verlusten beschäftigen. Das Ergebnis dieser Statistiken sieht jedoch nicht sehr positiv aus, am Anfang verlieren 90 bis sogar 95 % der Trader Geld. Das Ganze ist eben wie eine Ausbildung und da wir als Privatanleger diese nicht haben, betrifft diese Statistik auch sehr stark uns bzw. führen wir diese an. Die Verlockung des schnellen Gelds ist hier immer mit ein Ansporn und leider der beste Weg, Geld zu verlieren.
Je länger man dabei ist, desto höher kann die Wahrscheinlichkeit werden, im Trading 100 Euro am Tag zu verdienen. So pauschal würde ich mal sagen, ab 1 Jahr erhöht sich die Wahrscheinlichkeit hier sehr stark. Das heißt also, umso länger Du trainierst, desto kleiner die Wahrscheinlichkeit, dass Du im Schnitt mehr verlierst als gewinnst.

Was ist das Schwierige an 100 Euro jeden Tag?
Das Schwierige liegt nicht an der Zahl 100, sondern an der falschen Erwartungshaltung vieler Trader und an Selbstüberschätzung. Diese Erwartungshaltung wird auch durch die „Trader“, die nur ihre Gewinne im Internet posten, erzeugt. Das führt oft dazu, dass viele denken, es sei normal, nur Gewinne zu erzielen. Dabei wird vergessen, dass es auch schnell zu Verlusten kommen kann, vor allem wenn die Geduld und das Können noch nicht vorhanden sind.
Was sich hier schon herauskristallisiert, ist, dass ein ganz großer Punkt die eigene Psychologie ist. Dies gilt es kennenzulernen und auch zu verbessern, das wird auf jeden Fall Zeit brauchen. Gier und die Schwierigkeit, Verluste zu akzeptieren, wirst Du wahrscheinlich noch kennenlernen. Wichtig ist nur, dass Du daraus lernst und ich bin der Überzeugung, dass das alles erlernt werden kann. Ich kann Dir mal zeigen, wie es bei einem Konto in IQ Capital bei mir aussieht:

Risikohinweis: Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.
Wichtig ist:
Das A und O, um aus Deinen Fehlern zu lernen und Dein Trading zu verbessern, ist ein Trading-Tagebuch. Darin dokumentierst Du alle Deine Trades und schreibst Deine Gedanken dazu. Das wird Dich deutlich weiterbringen.
Die 6 größten Einflüsse
1. Die richtige Assetklasse
Bei Assets handelt es sich um die einzelnen Werte, die an einer Börse handelbar sind. Eine gut durchdachte Anlagestrategie erfordert die Diversifikation, um Risiken zu streuen. Im Daytrading auf einer Trading-Plattform hast Du die Wahl zwischen sechs verschiedenen Asset-Klassen.

2. Das Handelskapital
Wie schwierig es ist, 100 Euro am Tag zu erreichen, hängt auch immer von der Größe des Handelskontos ab. Gehen wir davon aus, Du hast ein Konto von 10.000 Euro, dann benötigst Du nur 1 %, um die 100 Euro zu erreichen. Hast Du jedoch ein Konto von 1.000 Euro, benötigst Du schon 10 %, um die 100 Euro zu erreichen.
Es hat jedoch nicht jeder einen so großen Kapitalstock, aus diesem Grund gibt es Hebelprodukte, die genutzt werden können. Ein Hebel bedeutet vereinfacht, dass Du nicht nur 100 Euro, sondern 1.000 Euro am Markt bewegst. Das entspricht einem Hebel von 10. Durch das Hebel-Trading hast Du mehr Chancen, jedoch auch mehr Risiko, was ich Dir hier einmal aufzeigen will. Vor allem solltest Du immer einen Blick auf das Risiko werfen.

3. Die Arbeitszeit
Im Gegensatz zur landläufigen Meinung ist Trading kein weniger arbeitsintensives Unterfangen. Zwar erfordert das Eröffnen und Schließen von Positionen nicht zwangsläufig einen erheblichen Zeitaufwand, doch das Beobachten von Kursen, das Testen von Strategien, die Analyse von Charts und andere damit verbundene Aktivitäten erfordern einen beträchtlichen zeitlichen Einsatz.
4. Die Strategie
Die Daytrading-Strategie muss zu Dir als Trader und Mensch passen, das Ganze ist sehr individuell. Du kannst Dir anschauen, was und wie andere es machen, jedoch hast Du eine andere Psyche und eine andere Einstellung, was das Risiko betrifft. Aus diesem Grund benötigt auch jeder eine eigene Strategie, die auf den jeweiligen Trader zugeschnitten ist.
Nur weil die Strategie auf dem Blatt nicht das ist, was Dich als Erstes anspricht, heißt es nicht, dass diese nicht zu Dir passt. Das Ganze kannst Du gut in einem Demokonto testen. Hier kannst Du ohne Risiko handeln und Trades umsetzen und das Ganze ohne Geld zu verlieren. So ein Demokonto findest Du bei den meisten Brokern kostenlos.

Wichtig ist:
Sollte die Strategie plötzlich nicht mehr funktionieren, könnten einige Anpassungen erforderlich sein. Eine Strategie muss immer an den Markt angepasst werden, dieser ändert sich immer mal wieder. Du solltest jedoch nicht nach den ersten paar Tagen alles über Bord werfen. Es gibt auch Drawdown-Phasen im Trading, die zu einer Strategie gehören.
5. Die eigene Einschätzung
Persönliche Eigenschaften wie Gier, die Angst vor Verlusten oder vor dem Abgeben des erzielten Profits haben einen negativen Einfluss auf Dein Trading. Um kontinuierlich profitabel zu sein, solltest Du alle Deine Emotionen unter Kontrolle haben und Dir vor allem darüber bewusst sein, wann diese emotionalen Trigger entstehen. Das Ganze kannst Du mit einem Trading-Tagebuch sehr gut herausarbeiten.
Wichtig ist:
Aus dem Trading-Tagebuch nimmst Du die Fakten, wann etwas passiert ist. Die eigene Einschätzung könnte hiervon abweichen, da der Kopf solche Momente gerne verdrängt und auf „Autopilot“ schaltet. Aus dem Tagebuch kannst Du das herausarbeiten und weißt genau, wo und wann Du ansetzen musst.
6. Der passende Broker
Es wird nicht jeder Broker zu Deiner Strategie und Deinem ausgewählten Asset passen. Es gibt hier Unterschiede bei Ausführungsgeschwindigkeit, Spreads, Kommissionen und vielen weiteren Punkten. Wenn Du weißt, was Du handeln willst, dann weißt Du, welcher Broker besser zu Dir passt. Für das Scalping mit CFDs kann ich Dir XTB und auch VS-Markets an die Hand geben.
Vorschau: VS Markets Plattformen & Konten
Wichtig ist:
Je kleiner das Konto ist, desto stärker wirken sich Kommissionen und auch Spreads auf Deinen Gewinn.
100 Euro am Tag sind im Daytrading möglich
In diesem Beitrag wollte ich Dir einmal zeigen, dass es nicht einfach nur Rechner anschalten, Trading-Plattform öffnen und Geld verdienen ist. Keine Frage, 100 Euro am Tag mit Daytrading sind möglich. Es gibt auch Tage, an denen Du mehr als diese 100 Euro verdienen wirst. Jedoch ist das ein langer Weg, bis Du an den Punkt kommst, an dem das möglich ist. Und um dann noch an den Punkt zu kommen, seinen ganzen Lebensunterhalt zu bestreiten, besteht nochmals eine deutlich größere Hürde.
Die harte Arbeit und Mühe, die das Trading mit sich bringt, werden sehr schnell unterschätzt. Aus diesem Grund lerne die Grundlagen, übe lange im Demokonto und versuche das Trading neben dem Job. Auch die Grenze von 100 Euro am Tag würde ich nicht als Anlass nehmen, sofort alles hinzuschmeißen und nur zu traden.
Gewinn- und Verlusttage
Es gelingt keinem Daytrader, jeden Tag auf dem Handelskonto ein Plus zu erzielen und die Handelsplattform oder den Broker immer mit einem grünen Plus zu schließen. Das solltest Du Dir auch bewusst sein und das gehört zum Traden dazu. Wichtig ist es nur, dass Du Deine Verluste in Grenzen hältst und diese nicht zu groß werden. Dein Ziel sollte es sein, dass Dein Account langsam und stetig wächst.
Daytrading Gewinne pro Tag

Werden die 55.000 Euro als Kapitalerträge versteuert, unterliegen sie in Deutschland der Abgeltungsteuer inklusive Solidaritätszuschlag und ggf. der Kirchensteuer. Wie sich diese Abzüge auf die monatliche Auszahlung auswirken, zeigt das folgende Beispiel:
FAQ – Daytrading 100 Euro am Tag
Sind 100 € am Tag mit Daytrading realistisch?
Ja, 100 € am Tag sind mit Daytrading möglich. Ob das realistisch ist, hängt aber stark von Deinem Kapital, Deiner Erfahrung, Deiner Strategie und Deinem Risikomanagement ab.
Warum sind 100 € am Tag im Daytrading schwierig?
Schwierig ist nicht nur die Zahl 100, sondern vor allem die Erwartungshaltung. Viele Trader unterschätzen Verluste, Gebühren, Emotionen und den langen Lernprozess.
Wie wichtig ist Erfahrung beim Daytrading?
Erfahrung ist sehr wichtig. Je länger Du trainierst, Strategien testest und Deine Fehler analysierst, desto besser kannst Du den Markt einschätzen.
Welche Märkte eignen sich für Daytrading?
Für Daytrading eignen sich verschiedene Märkte wie Indizes, Futures, Aktien, Rohstoffe, Devisen und Kryptowährungen. Wichtig ist, dass der Markt zu Deiner Strategie passt.Demokonto
Sollte man wegen 100 € am Tag direkt Vollzeit traden?
Nein, 100 € am Tag sollten kein Grund sein, sofort den Job zu kündigen. Sinnvoller ist es, Trading zuerst nebenbei zu testen und über längere Zeit konstant profitabel zu sein.


