Swing Trading vs Daytrading

autor
Konrad Speckmaier

Aktualisiert: 06.08.2026

Swing Trader halten ihre Positionen meist über mehrere Tage, während Daytrader ihre Positionen innerhalb weniger Stunden oder spätestens am selben Tag wieder schließen. Zwischen diesen beiden Trading-Stilen gibt es viele Unterschiede. Diese würde ich dir gerne in diesem Beitrag zeigen und meine eigenen Erfahrungen mit Dir teilen.

Vergleich der Trading-Stile: Swing vs Daytrading

Zeitraum: Beim Daytrading eröffnest und schließt Du Positionen am selben Tag, wohingegen Du beim Swing-Trading Trades meist 3-10 Tage hältst.
Kursbewegung: Im Daytrading handelst Du sowohl steigende als auch fallende Kurse. Beim Swing-Trading liegt der Fokus häufig eher auf der Long-Richtung.
Zeitaufwand: Der Zeitaufwand ist im Daytrading meist höher. Im Swing Trading hat man einen geringeren Aufwand und die Trades lassen sich viel besser automatisieren.
Risiko: Hier lässt sich sagen, dass man im Daytrading aufgrund der kürzeren Haltedauer und der Kursschwankungen einem höheren Risiko ausgesetzt ist.
Anfängerfreundlichkeit: Eine Trendfolge-Strategie kann man in beiden Trading Stilen umsetzen und diese ist gut für Anfänger geeignet.

Wichtig:

Wie der Grafik zu entnehmen ist, gibt es noch viele weitere Handelsstile. Mir persönlich gefallen Swing-Trading und Daytrading am besten.

Risikomanagement – das musst Du beachten

Beim Daytrading wird oft mit Hebelprodukten wie CFDs oder KO-Zertifikaten gearbeitet. Mit diesen Produkten kann man leichter von kleinen Kursbewegungen profitieren. Mit 1.000 € und einem Hebel von 1:20 hast Du die Möglichkeit 20.000 € zu bewegen. Da man im Daytrading meist auf kürzere Bewegungen setzt, braucht man einen höheren Kapitalstock, um lohnenswerte Gewinne zu erzielen.

Im Swing Trading kauft man die Aktie in ihrer Reinform anstatt solch riskante Produkte wie im Daytrading zu benutzen. Da man hier den Hebel weglässt, wird dieser Stil oft als risikoärmer bezeichnet. Ein lohnenswerter Gewinn entsteht in diesem Fall durch die größeren Strecken, die man im Markt mitnimmt. Aber Vorsicht: Bei beiden Ansätzen solltest Du immer einen Stop-Loss benutzen um dein Verlustrisiko zu verringern.

Unbedingt beachten:

Die 1 % Regel besagt, dass Du immer nur 1 % Deines Kontostands pro Trade Riskieren solltest. Suche Dir dazu ein passendes Stop-Loss-Level und passe anschließend Deine Positionsgröße an, sodass Du nur maximal 1 % verlierst, wenn der Trade schiefgeht.

Was eignet sich für Dich am besten?

Solltest Du berufstätig sein, ist das Swing Trading für Dich die bessere Wahl, weil das weniger Zeit beansprucht. Mit einer guten Strategie reichen oft 20 Minuten am Tag. Die größte Hürde liegt im Finden einer guten Strategie, die auch zu Deiner individuellen Persönlichkeit passt.

Hast Du mehr Zeit zur Verfügung, so kannst Du mehr vor dem Bildschirm verbringen und somit auch gut das Daytrading umsetzen. Wichtig ist, welcher Trading-Typ Du bist. Solltest Du risikoscheu sein und mit höheren Risiken nicht klarkommen, bleib lieber beim Swing-Trading, da es meist entspannter ist. Du merkst also, dass es sehr situativ ist, welcher Stil besser zu Dir passt.

2 mögliche Strategien, die Du übernehmen kannst

Wenn eine Strategie rein auf Charttechnik basiert, kannst Du diese sowohl im Daytrading als auch im Swing Trading umsetzen. Das funktioniert deshalb, weil die technische Analyse auf allen Zeiteinheiten und Assets ähnlich angewendet werden kann. Ich stelle Dir zwei vor, die ich selber benutze.

Trendfolgestrategie

Die Strategie funktioniert, wie der Name schon sagt, am besten in bestehenden Trends und diesem zu folgen. Dazu analysiere ich den aktuellen Trend auf Basis der Marktstruktur. Ein Aufwärtstrend bildet sich durch höhere Hochs und höhere Tiefs. Zusätzlich betrachte ich den EMA50. Liegt dieser unterhalb des Kurses, haben wir eine weitere Bestätigung für einen Aufwärtstrend. Befinden wir uns in einem Trend, warte ich auf einen Rücksetzer an eine Unterstützungszone, um dort einen Trendfolge-Trade einzugehen.

Vergleicht man Daytrading mit Swing Trading, hast du im Swing Trading die Möglichkeit, die Position über einen längeren Zeitraum zu halten. Im Daytrading schaust du beispielsweise auf den 5-Minuten-Chart während Du die Analyse im Swing Trading basierend auf dem Tageschart umsetzt.

Chart Pattern Trading

Das Chart Pattern Trading ist auch ein super Ansatz, welcher auf reiner Charttechnik basiert. Du suchst im Chart nach bestimmten Formationen, wie der SKS-Formation und setzt daraus deine Trade-Entscheidungen um. Das Schöne an diesem Chart Pattern ist, dass sich Zielbereiche wie Take-Profit und die Stop-Loss-Entfernung klar festlegen lassen. Die Schulter-Kopf-Schulter ist die stärkste Umkehrformation, wobei die Flaggen-Formation das stärkste Trendfortsetzungsmuster ist.

FAQ – Swing Trading vs Daytrading

Was ist der Unterschied zwischen Swing-Trading und Daytrading?

Der größte Unterschied liegt in der Haltedauer. Beim Daytrading werden Positionen am selben Tag eröffnet und geschlossen, während Swing-Trader ihre Positionen meist mehrere Tage halten.

Was ist zeitaufwendiger: Daytrading oder Swing-Trading?

Daytrading ist meistens zeitaufwendiger, weil der Markt aktiver beobachtet werden muss. Beim Swing-Trading reicht oft weniger Zeit pro Tag aus, da Trades länger laufen.

Was ist für Berufstätige besser geeignet?

Für Berufstätige ist Swing-Trading oft besser geeignet, weil es weniger Bildschirmzeit benötigt. Trotzdem braucht auch Swing-Trading eine klare Strategie und gutes Risikomanagement.

Welche Produkte nutzt man beim Daytrading?

Beim Daytrading werden häufig CFDs, Futures oder KO-Zertifikate genutzt. Diese Produkte ermöglichen es, auch kleinere Kursbewegungen zu handeln.

Warum ist Risikomanagement bei beiden Stilen wichtig?

Risikomanagement ist wichtig, weil sowohl Daytrading als auch Swing-Trading Verluste verursachen können. Stop-Loss, Positionsgröße und die 1-%-Regel helfen dabei, das Risiko pro Trade zu begrenzen.

Konrad Speckmaier
Konrad Speckmaier
Trading-Experte und Co-Founder von Marathoni
Konrad handelt täglich an der Börse und setzt sich intensiv mit diesem Thema auseinander. Sein Fokus liegt auf dem kurzfristigen Handel, bei dem er eine sehr einfache Strategie verfolgt.
Mehr über den Autor