Aktien Spread
Konrad Speckmaier
Aktualisiert: 14.08.2026
Der Spread bei Aktien ist die Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufskurs. Das Ganze kann auch als Bid- und Ask-Kurs bezeichnet werden und meint das Gleiche. Der Spread ist bei jeder Transaktion fällig, wenn Du eine Aktie kaufst oder auch verkaufst. Das ist für Dich in Deinem Trading ein Kostenfaktor, den Du berücksichtigen solltest.
Was ist ein Aktien-Spread?
Wie oben schon beschrieben, ist der Aktien-Spread die Differenz zwischen dem Kurs, zu dem Du eine Aktie kaufst und dem Kurs, zu dem Du sie im selben Moment wieder verkaufen könntest. Dieser Spread wirkt sich direkt bei der Eröffnung einer Position aus. Das heißt für Dich auch, dass Du, sobald Du eine Position eröffnest, erst einmal im Minus bist. Aus diesem Grund ist das im Aktien-Trading ein Kostenfaktor.

Geld-Brief-Spanne bei Aktien
Der Spread einer Aktie ergibt sich aus der Geld-Brief-Spanne. Dieser Begriff bezeichnet die Differenz zwischen dem aktuellen Geldkurs und dem Briefkurs. Der Geldkurs, auch Bid genannt, ist der Kurs, zu dem ein Verkäufer seine Aktie verkaufen kann, während der Briefkurs, auch Ask genannt, der Kaufkurs ist. Somit wird das Ganze auch als Bid-Ask-Spanne bezeichnet und ist ein anderer Begriff für den Spread.

Wichtig:
Bei den meisten Brokern kannst Du Dir in der Trading-Software die Bid-Ask-Spanne einblenden lassen. Das mache ich auch immer. Das gibt einen guten Überblick, finde ich.
Spread-Größe
Die Größe des Spreads hängt unter anderem vom Aktienkurs, der Liquidität und der Volatilität ab. Ein normaler Spread bei einer Aktie mit rund 10 Euro kann beispielsweise bei 3 bis 4 Cent liegen. Bei einer Aktie mit 100 Euro kann der Spread dagegen auch bei 30 bis 40 Cent liegen. Aber ich gehe davon aus, dass Du die Logik dahinter verstanden hast. Es gibt jedoch noch weitere Faktoren, die wollte ich Dir einmal aufzeigen:
Auswirkungen des Aktien-Spreads auf die Performance
Der Aktien-Spread ist für Dich als Trader ein sehr wichtiger Kostenfaktor. Je mehr Trades Du machst, desto wichtiger wird dieser, weil Du den Spread entsprechend öfter bezahlst. Je länger Dein Anlagehorizont ist, desto weniger stark fällt der Spread ins Gewicht. Als Beispiel: Du willst im Daytrading die Nvidia-Aktie handeln und willst eine Strecke von 5 € handeln. Dann ist ein Spread bis maximal 20 Cent okay. Wenn der Spread bei rund 50 Cent oder mehr liegen würde, dann wäre das sehr ungünstig. Kaufst Du die Aktie jedoch und willst diese erst in ein paar Jahren verkaufen, dann kommt es so gut wie nicht auf den Spread an.

Wichtig:
Das Gute für Dich: Das, was Du hier jetzt über die Spreads gelernt hast, bringt Dir auch beim CFD-Spread, ETF-Spreads und so weiter etwas. Eine gute Basis!
Tipps für einen kleinen Aktien-Spread

FAQ – Aktien-Spreads
Was ist der Aktien-Spread?
Der Aktien-Spread ist die Differenz zwischen dem Kaufkurs und dem Verkaufskurs einer Aktie. Er zeigt also, zu welchem Preis Du eine Aktie kaufen und zu welchem Preis Du sie im gleichen Moment verkaufen könntest.
Warum ist der Spread bei Aktien wichtig?
Der Spread ist wichtig, weil er für Trader ein Kostenfaktor ist. Je größer der Spread ist, desto stärker muss sich der Kurs in Deine Richtung bewegen, damit der Trade profitabel wird.
Warum ist Liquidität für den Spread wichtig?
Je mehr Käufer und Verkäufer aktiv sind, desto enger liegen Kauf- und Verkaufskurs meistens beieinander. Dadurch fällt der Spread geringer aus.
Ist der Spread für langfristige Anleger wichtig?
Für langfristige Anleger ist der Spread meist weniger wichtig, weil sie eine Aktie über Monate oder Jahre halten. Für Daytrader ist der Spread dagegen deutlich wichtiger, weil sie viele kurzfristige Trades machen.